Im ganzen Ort Getucker und Geknatter

Von: ale
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Ein Anblick wie dieser lässt
Ein Anblick wie dieser lässt die Herzen der Liebhaber höher schlagen. Mehr als 200 alte und liebevoll gepflegte Traktoren hatten am Wochenende den Weg zu Treckertreff nach Schmidt gefunden. Fotos. Anneliese Lauscher

Schmidt. Wenn alle zwei Jahre im Schmidter Ortsteil Kommerscheidt zum Treckertreff eingeladen wird, rattern die Oldie-Traktoren aus allen Himmelsrichtungen hierher. Von Freitag bis Sonntag fanden sich auch an diesem Wochenende mehr als 200 Treckerfreunde und viele Zuschauer im „Möllesch Lauch” ein.

Aus kleinen Anfängen ist eine weithin bekannte Veranstaltung geworden: Nachdem in den1990er Jahren bereits am Rande des Rurseefestes einige Liebhaber ihre alten Traktoren präsentiert hatten, wurde die Idee eines Treckertreffs geboren. Seit sieben Jahren findet der bei „Jö” (so nennen alle Hermann-Josef Bergs) in Kommerscheidt statt.

Er ist selbst leidenschaftlicher Traktorliebhaber, und seine Frau Renate unterstützt ihn mit guten Ideen und organisatorischem Geschick. Hier ist Platz genug für die alten Schätzchen, ein Podest für ein Zelt wurde aufgebaut, eine große Kuchentheke aufgestellt. Während der ganzen Woche vor dem Treckertreff arbeiten die jungen und älteren Treckerfreunde an den Vorbereitungen. Vor zwei Jahren wurde der eingetragene Verein „Treckerfreunde Schmidt” gegründet, mittlerweile ist er sogar als gemeinnützig anerkannt.

Im Gegensatz zu anderen Vereinen, wo sich vornehmlich Rentner und Pensionäre der Pflege und Schau alter Traktoren widmen, zählen in Schmidt viele Frauen und vor allen Dingen zirka 80 Prozent junge Leute zum Verein, auf deren tatkräftige Unterstützung sich der Vorstand verlassen kann.

Bei dem sommerlichen Wetter kamen immer mehr Treckerfreunde nach Kommerscheidt, manche hörte man von weitem; viele Stammgäste wurden mit herzlichem Hallo empfangen. Aus dem Kreis Düren, aus der gesamten Eifel und dem Kreis Aachen, aus dem benachbarten Ausland und dem Köln-Bonner Raum hatten sie sich auf den Weg gemacht.

Im „Fahrerlager” fanden Wohnwagen kostenlos Aufnahme. Und dann ging es los mit dem Begrüßen, Umschauen, Diskutieren und Fachsimpeln. Wer noch passende Kleidung, Kappen oder Fähnchen brauchte, wurde am Verkaufsstand bedient. Die Kinder tummelten sich auf der Hüpfburg; aus dem ganzen Ort wurden selbst gebackene Kuchen angeliefert - alles stimmte.

Die Rundfahrt durch das Dorf wurde zu einem besonderen Vergnügen, mit lautem Geknatter kündigten sich die tollen Fahrzeuge an: Hanomag, Lanz, Deutz, Massey Ferguson, David Broown, Mc Cormick und nicht zuletzt Kramer und Porsche gaben sich die Ehre. Das älteste Modell gehört Jö, ein Kramer Baujahr 1932. Viele Zuschauer bestaunten die liebevoll gepflegten Oldies und spendeten Applaus.

Etwas müde machten sich die Helfer zum Schluss ans Aufräumen, doch in zwei Jahren wollen sie wieder mit Freude und Elan das nächste Treffen in Kommerscheidt veranstalten.
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