Im Einklang mit der Natur: Schiffsprozession auf dem Rursee

Von: P. St.
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Vor der traumhaft schönen Kulisse des Rursees und des Kermeters wurde der Gottesdienst beim Fronleichnamsfest am Rursee erstmals am Antoniushof gefeiert. Foto: P. Stollenwerk

Rurberg. Ein wunderbares Erlebnis christlicher Gemeinschaft bot am Fronleichnamstag die traditionelle Schiffsprozession auf dem Rursee, die die Gläubigen rund um die Rurseegemeinden wieder in Rurberg zusammenführte.

Erstmals an neuer Stätte vor dem Antoniushof fand die Festmesse statt und die wenigen Gottesdienstbesucher, die noch die Grünanlage im Sief im Sinn hatten, folgten schnell dem Klang der Musik zum Rurseezentrum.

Aus Woffelsbach steuerte die Stella Maris mit den Gläubigen an Bord in Richtung Rurberg, von Einruhr aus stach die „Nikolaus” in See. Hier führte in einer kurzen Prozession der Weg von der Pfarrkirche aus zur Anlegestelle am Obersee.

An diesem traumhaft schönen Frühsommermorgen durften die Teilnehmer nicht nur den außergewöhnlichen Rahmen des Fronleichnamsfestes am Rursee genießen, sondern auch die erwachende Natur, während das Elektroboot mit Pfarrer Stoffels sowie den Messdienern und Kommunionkindern an Bord, lautlos über die spiegelnde Wasserfläche glitt.

„Wir haben uns auf den Weg gemacht in dieser wunderbaren Landschaft”, zeigte sich auch Pfarrer Stoffels angetan von der besonderen Atmosphäre. Bei aller Idylle aber dürfe man nicht vergessen, das man auch den Stürmen des Lebens ausgesetzt sei. Als gläubige Christen solle man die rettende Hand von Jesus Christus ergreifen, „dann gehen wir in den Stürmen nicht unter.”

Auf dem Oberdeck begleitete die Musikvereinigung Dedenborn die Gläubigen zwischen Gebeten und meditativen Texten, und der Klang der Musik erfüllte das Tal. Über Paulushofdamm und Eiserbachdamm zog die Prozession dann in Richtung Antoniushof, während zeitgleich die Stella Maris unter musikalischer Begleitung der Rurseeklänge an der Anlegestelle festmachte, begleitet von einigen Booten der DLRG.

Nachdenkliche Töne

Am Antoniushof hatten zahlreiche Helfer dafür gesorgt, dass die insgesamt rund 250 Prozessionsteilnehmer vor der Stirnseite des Gebäudes Platz fanden. Hier bewährte sich einmal mehr die kluge Konstruktion der Bühne, die einen idealen Platz für den Altar bot.

Von der mit Eifelgold, Schneeballen und Pfingstrosen geschmückten Bühne bot sich eine weiter Blick auf die im Sonnenschein liegende Seenlandschaft und den Kermeter. „Es tut gut, in einer guten Gemeinschaft gemeinsam unterwegs zu sein”, sagte Pfarrer Stoffels, der beim Gottesdienst von Pfarrer Winand Stollenwerk und Pater Norbert unterstützt wurde.

In seiner Festpredigt stimmte der Seelsorger aber auch nachdenkliche Töne an, denn man befinde sich in einer „seltsamen Zeit, wo vieles aus den Fugen gerät.” Auch sei die Angst bei vielen Menschen spürbar, dass der Wohlstand gefährdet sein könnte. Das Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit könne derzeit auch die Kirche nicht gänzlich erfüllen, habe es doch in den zurückliegenden Monaten Enttäuschungen und Vertrauensverluste gegeben. Oft erreiche die Botschaft Jesu Christi die Menschen nicht mehr, und auch in der Eifel häuften sich die Kirchenaustritte. Dennoch möge man nicht in Depression verfallen, sondern sich die Worte von Jesu Christi bewusst machen, dass niemand verloren gehe.

Pfarrer Michael Stoffels machte den Gläubigen Mut: „Jeder Einzelne hat den Auftrag etwas Gutes zu bewirken, und kein Gebet geht unerhört ins Nichts.”

Nach dem Gottesdienst bedankte sich Stoffels bei den zahlreichen Helfern, „die alles so schön hergerichtet haben”, ehe die drei Sakramentsprozessionen dann abschließend zur Pfarrkirche St. Barbara Rurberg, zur Wendelinuskapelle Woffelsbach und Pfarrkirche St. Nikolaus Einruhr zogen in der Gewissheit, dass Fronleichnam am Rursee über den Tag hinaus wirkt. Dann wurden die Orte am Rursee von den Tagestouristen überflutet, denen aber eine Attraktionen bereits entgangen war.
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