Im Briefzentrum laufen die Sortiermaschinen heiß

Von: Daniel Gerhards
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Mehr als zwei Millionen Sendungen werden täglich durch das Briefzentrum Aachen geschleust. Janina Jancyk hilft mit, alle in die richtige Reihenfolge zu bringen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die gelben Briefkästen der Deutschen Post im Stadtgebiet sind derzeit rappelvoll. Der Grund: Vor Weihnachten verschicken viele Leute klassische Briefe oder Postkarten. Das verschafft den Mitarbeitern des Briefzentrums Aachen eine Menge zusätzlicher Arbeit. Gerade kippt einer eine große gelbe Kiste mit dem Posthorn auf der Seite auf ein Fließband.

In der Maschine werden die Briefe vorsortiert. Aber nicht alles geht maschinell - großformatige Briefe werden manuell gestempelt und sortiert. „Das ist unser Nadelöhr. Jeder Brief muss durch die Briefsortiererei”, erklärt Linda Goß, Leiterin des Briefzentrums.

Jeden Tag zwei Millionen Briefe

Wenn der Brief am nächsten Tag zugestellt werden soll, muss er bis 20.30 Uhr vorsortiert sein. Vor Weihnachten ist das kein einfaches Unterfangen. „Hier ist schon wesentlich mehr los als an normalen Tagen. Seit Montag setzen wir mehr Personal ein”, erklärt Goß. Die Mitarbeiter des Briefzentrums beginnen ihre Schicht ein bis zwei Stunden früher - und auch die Auszubildenden helfen tatkräftig mit. An einem normalen Tag gehen etwa 1,5 Millionen Briefe durch das Aachener Briefzentrum. Aktuell sind es „locker über zwei Millionen”, erklärt Goß.

Nachdem die Briefe nach Format sortiert und richtig aufgestellt sind, landen sie erneut in einer Gelben Kiste. Und die nächste Maschine wartet schon. Dort werden die Briefe nach Postleitzahlen, Bezirken und sogar auf die Gangfolge des einzelnen Briefträgers sortiert. „Die maschinell fertig gepackte Tasche für den Briefträger ist keine Utopie mehr”, erklärt Dieter Pietruck, Sprecher der Deutschen Post DHL.

Auch wenn der Postbote seinen Laufweg ändert, sind die Briefe schon am nächsten Tag wieder in der richtigen Reihenfolge sortiert. „Auf Änderungen können wir über Nacht reagieren”, erklärt Goß.

Das gilt allerdings nur für Standard-Briefe und -Postkarten. Große Briefe und kleine Päckchen muss der Bote von Hand einsortieren. „Im Moment werden ja viele Bücher und Kalender verschickt. Deshalb steigt das Aufkommen an großen Briefen derzeit stark an”, erklärt Pietruck.

Auch wenn die Maschinen der Post fast alle Handschriften entziffern können, müssen einige Adressen noch von Hand gelesen oder ergänzt werden. „Mehr als 90 Prozent aller Handschriften können wir maschinell lesen”, erklärt Pietruck. Allerdings stellen weihnachtlich rote oder grüne Briefumschläge und Karten manchmal ein Problem für die Maschine dar. „Dann sehen sich unsere Mitarbeiter die Sendung an und machen sie maschinenlesbar”, sagt Groß.

Wer noch auf die letzte Minute einen Weihnachtsgruß verschicken will, kann das noch bis zum 23. Dezember tun. Allerdings bittet die Post darum, die Briefe schon am 22. Dezember abzuschicken.

„Die Briefträger haben am Heilig Abend erst Feierabend, wenn alles verteilt ist”, sagt Pietruck. Wer seine Post also früher abschickt, macht dem Zusteller damit ein kleines Weihnachtsgeschenk. Pakete sollten bis 22. Dezember, 12 Uhr, aufgeben werden.
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