Igel sind gar nicht so stachelig wie sie aussehen

Von: smb
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Gar nicht so stachelig wie er
Gar nicht so stachelig wie er aussieht: Die Kinder der Grundschule in Imgenbroich sind große Igelfans und wollen jetzt eine Patenschaft übernhemen.

Imgenbroich. „Ach, der piekst ja gar nicht”, wundern sich die Kinder, während sie dem kleinen Igel über die Stacheln streicheln. Das haben sie sich ganz anders vorgestellt. Aber wann hält man auch schon mal einen echten Igel in der Hand. „Leider sieht man sie meist auf der Straße, wenn sie von einem Auto überfahren wurden”, sagt Lehrerin Vera Gottfried.

Einige ihrer Schüler der Imgenbroicher Grundschule hatten jetzt die Gelegenheit, einen Igel aus nächster Nähe zu erleben. Sie beschäftigen sich nämlich im Waldkurs seit einigen Monaten mit den stacheligen Wesen. Dabei kamen ganz schön viele Fragen auf. Was isst ein Igel am liebsten? Und wie kann ich den Igeln beim Überwintern helfen?

Um die perfekten Antworten auf diese Fragen zu finden, haben die Schüler einen Fachmann eingeladen. Wilfried Oeverhoff leitet eine Igelstation in Heinsberg und weiß wirklich alles über die Tiere und natürlich hatte er auch einen Igel mitgebracht. Mucksmäuschenstill war es in der Klasse, denn Igel mögen keinen Lärm - und da haben die Kinder natürlich Rücksicht drauf genommen.

Wilfried Oeverhoff hat den Kindern erzählt, dass Igel eigentlich nur Fleisch fressen und dass man ihnen bloß keine Milch hinstellen soll, denn die vertragen die Igel gar nicht gut. Da haben sie lieber Wasser, „Käfersalat” und „Würmerspaghetti”, wie die Kinder auf einer kreativen Speisekarte fürs Igelrestaurant festgehalten haben.

Haus aus Reisig

Schon vor dem Winter hatten die Kinder ein Igel-Haus aus Reisig und Laub gebaut, in dem ein Igel die kalte Jahreszeit verbringen konnte. In vielen Gärten ist dafür aber kein Platz mehr, weil viele Menschen die Äste und das Laub lieber aufkehren. Und damit der Igel auch seine Ruhe hat, haben sie extra ein Warnschild aufgebaut.

Einen Igel aus der Heinsberger Station hat die Kursleiterin Claudia Wegenka sogar als Patenkind zu sich genommen, um ihm jetzt, da er wieder aufgepäppelt ist, in die Wildnis zu entlassen. Jetzt kommt er nur noch ab und an zu seiner Futterstation zurück.

Weil die Kinder so begeistert von „Ben Braunbrustigel” waren, will jetzt auch die OGS eine Igelpatenschaft übernehmen. Um die zu finanzieren, haben die Kinder fleißig gebastelt: Schlüsselanhänger in Igelform aus Perlen, Stiftehalter aus Ton, kleine Holzigel und noch viel mehr. Die Igel-Kunstwerke werden sie am Samstag beim Sportfest auf dem Sportplatz verkaufen.

Mit ihrem Igelspeisekarte haben sich die Igelfreunde aus dem ersten und zweiten Schuljahr außerdem bei einem Wettbewerb des Naturschutzbundes beworben. Ben Braunbrustigel findet die Idee mit der Speisekarte jedenfalls total spitze.
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