IG Schwimmbad hat mehr Unterschriften als sie braucht

Von: Sarah Maria Berners
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Monschau. 1100 Unterschriften hat die IG Schwimmbad Nordeifel gesammelt. Das ist weit mehr, als sie für einen Einwohnerantrag gebraucht hätte.

„Die Unterschreibenden müssen mindestens 14 Jahre alt sein. Bei 10.500 Einwohnern in dieser Gruppe wären die notwendigen fünf Prozent mit 500 Unterschriften bereits erreicht gewesen”, erklärt Kämmerer Franz-Karl Boden. Ein Einwohnerantrag liegt bei der Stadt derzeit allerdings noch nicht vor. Für diesen gibt es auch keine gesetzliche Frist. Nach den Ferien will die IG die Unterschriften samt Einwohnerantrag bei der Stadt abgeben und.

Die Initiative selbst hatte sich den 30. Juli als Stichtag für die Unterschriften-Aktion gesetzt. Mit dem Einwohnerantrag will die IG erreichen, dass der Stadtrat darüber beraten muss, ob die Entscheidung über den Bau des Schwimmbades von der Bevölkerung getroffen werden muss, ob es einen sogenannten Ratsbürgerbescheid geben wird. Die Chancen für einen Erfolg der Initiative stehen schlecht, zumal auch die Gemeinde Simmerath bereits den Bau einer eigenen Schwimmhalle beschlossen hat. Das weiß auch Kristina Merten. Sie weiß, dass die IG mit dem Einwohnerantrag nicht mehr viel bewegen wird. Die Zahl der Unterschriften zeige jedoch, dass das Thema für die Bürger wichtig ist”, sagt Merten. „Und die Liste zeigt, dass Politik und Verwaltung vergessen haben, die Bürger miteinzubeziehen.” Auch viele „Nichtschwimmer” hätten unterschrieben, da für die Kosten letztendlich jeder Bürger und nicht nur die Nutzer der Schwimmhalle aufkommen müssten.

Auch wenn sie die Erfolgschancen für das Engagement der Initiative realistisch gering einschätzt, will sie den Antrag als Zeichen gegenüber Politik und Verwaltung verstanden wissen. Als Zeichen dafür, dass diese die Bürger künftig stärker einbeziehen werden. Merten: „Wie hier ein Beschluss gefasst wurde, das ist verantwortungslos”

Auflösen wird sich die Initiative aber nicht. Merten: „Wir werden auch künftig am Ball bleiben und die Kostenentwicklung genau verfolgen”, betont Kristina Merten.
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