„Ich + Ich”: Popmusik zum Dahinschmelzen

Von: Sandra Kinkel
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Begeisterte zum Abschluss der Festspiele auf Burg Nideggen mit einem tollen Konzert: Adel Tawil von der Band „Ich + Ich”. Foto: Sandra Kinkel

Nideggen. Besser hätten die Festspiele auf Burg Nideggen nicht enden können: 2500 Menschen auf der Burg liegen sich in den Armen und singen „So ein Tag, so wunderschön wie heute” und werden wohl noch lange von einem Konzert mit Adel Tawil, dem Gesicht von „Ich + Ich” schwärmen.

Da taten weder Regen noch Kälte der guten Stimmung einen Abbruch, und dass Konzertveranstalter Günther Meyer am Ende des Abends nur noch sagte „Ich bin sehr glücklich und sehr zufrieden” war auch mehr als verständlich.

„Gute Reise” heißt das neue Programm von „Ich + Ich”. In Nideggen stand übrigens auch Maria Helmin aus Strauch in der Eifel als Backgroundsängerin auf der Bühne, die am Franziskusgymnasium in Vossenack ihr Abitur gemacht hat. Und die Reise mit „Ich + Ich” war mehr als gut, es war ein Trip in wunderschöne Popmelodien, in feinen Elektro-Sound und sehr gefühlvolle Klangbilder. Toll, die kraftvolle Stimme von Adel Tawil und die intelligenten Texte von Annette Humpe.

Der Abend mit „Ich + Ich” war der einzige der elf Festspielabende in Nideggen, der wirklich komplett ausverkauft war, trotzdem zeigte sich Käthe Rolfink, Vorsitzende des Vereins „Kulturinitiative im Kreis Düren”, mit den Festspielen mehr als zufrieden. „Wir hatten 12.000 Besucher in diesem Jahr. Das sind fast doppelt so viele wie 2009. Ich denke, dass wir jetzt mit unserer Bühne unter Sternen´den Durchbruch geschafft haben.”

Zum ersten Mal hat die Kulturinitiative in diesem Jahr die Firma Meyer Konzerte mit der Programmgestaltung der Festspiele beauftragt. „Die Zusammenarbeit hat sich bewährt”, so Rolfink. „Meyer Konzerte bespielt auch die Arena in Düren und hatte sehr gute Kontakte zu Künstlern.” Dass außer „Stanfour” und „Element of Crime” alle Künstler der Festspiele schon in Düren aufgetreten sind, ist Käthe Rolfink dabei durchaus bewusst.

„Wir hatten wirklich ein Programm, dass für jeden Geschmack etwas im Angebot hatte. Die Zusammenarbeit mit Meyer Konzerte war ein Testlauf, für das nächste Jahr müssen wir überlegen, ob wir dann verstärkt Künstler verpflichten, die sonst nicht in unserer Gegend auftreten.” Letztlich, so Rolfink, müssten die Festspiele aber auch wirtschaftlich sein. „Wir müssen die Leute nach Nideggen locken. Und das ist uns auch gelungen. Seit 2004 belasten die Festspiele mit keinem Euro den Kreisetat. Wir finanzieren uns nur durch Sponsoren und Eintrittsgelder.”

Wie viel die Kulturinitiative für die Nideggener Burgfestspiele ausgibt, wollte Käthe Rolfink am Mittwoch nicht verraten. „Hauptsache ist doch, dass die Künstler und das Publikum die Konzerte in Nideggen genossen haben.” Bei Adel Tawil („Das ist wirklich eine Wahnsinns-Kulisse hier! Toll!”) und seinem Publikum war das auf jeden Fall gegeben. „Ich + Ich” präsentierten in Nideggen viele neue Titel, aber auch fast alle ihrer bekannten Hits, und fast alle der 2500 Zuschauer sangen fast jedes Lied mit. Stimmungsvoll auch, dass es nach dem Konzert über der Burg noch ein schönes Feuerwerk gegeben hat.

„Uns hat das hier in Nideggen großen Spaß gemacht”, sagte denn auch Gisela Deutz von Meyer Konzerte. „Und auch wir können uns eine weitere Zusammenarbeit mit der Kulturinitiative im Kreis Düren durchaus vorstellen.”
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