„Ich habe Schalke gelebt und geliebt“: Der Hunter zu Gast in der Eifel

Von: ame
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Reinhold Palm (l.), der Vorsitzende des Fanclubs „Der auf Schalke tanzt“, und der Leiter des Fanclub-Bezirks 10, Werner Mauel (r.), konnten Profi Klaas-Jan Huntelaar (2. v. l.) und Schalkes Konditions-Trainer Werner Zetlmeisl in Konzen begrüßen. Die beiden Schalker beantworteten dem Publikum bei Achim und Elke auch die kritischen Fragen zum enttäuschenden Saisonverlauf des Vereins. Foto: Alfred Mertens

Konzen. Die Schalker Fangemeinde hatte sich im Saal bei Achim und Elke in Konzen versammelt, um einen prominenten Profi aus dem aktuellen Bundesliga-Kader sowie einen Akteur aus dem Trainerstab zu treffen. Spieler Klaas-Jan Huntelaar (33) und Konditions-Trainer Markus Zetlmeisl (50) stellten sich bereitwillig auch den kritischen Fragen des Publikums zum Verlauf der aus Schalker Sicht enttäuschenden Spielzeit 2016/2017.

Eingeladen hatte der Schalke-Fanclub „Der auf Schalke tanzt e.V. Stolberg-Eifel“, stellvertretend für den Schalke-Fanclub-Bezirk 10, dem Clubs aus den Regionen Köln, Bonn, Aachen, Niederrhein und aus der Eifel angehören. Reinhold Palm, 1. Vorsitzender des Fanclubs, und Werner Mauel, Leiter des Schalke-Bezirks 10, begrüßten die beiden Akteure des Traditionsvereins aus Gelsenkirchen.

Die emotionale Diskussion im Saal in Konzen wurde von zwei Gesichtspunkten bestimmt. Zum einen wurde das schlechteste Abschneiden des Vereins in der Fußball-Bundesliga seit vielen Jahren in Augenschein genommen. Zum anderen zeigten viele Diskussionsteilnehmer Unverständnis darüber, dass Klaas-Jan Huntelaar in seinem letzten Jahr auf Schalke nicht mehr Einsatzzeiten zu verzeichnen hatte.

„Sicherlich war ich einerseits mit dem Reservisten-Dasein nicht einverstanden, andererseits bin ich aber nicht nachtragend und habe die Entscheidungen von Trainer Markus Weinzierl akzeptiert“, betonte der Stürmer, der dem Publikum eine Antwort zu seiner sportlichen Zukunft schuldig blieb. Huntelaar, der vor seiner Zeit beim FC Schalke 04 bei Ajax Amsterdam, Real Madrid und AC Mailand unter Vertrag stand, erwarb sich bei den Schalkern große Verdienste und gilt als Sympathieträger.

Huntelaar, der in der Bundesliga 82 Tore in 174 Begegnungen für die Schalker Mannschaft und 42 Treffer in 76 Partien für die niederländische Nationalmannschaft erzielte, zeigte große Emotionen, als man ihn auf das tags zuvor bestrittene letzte Heimspiel in Blau und Weiß ansprach.

„Das Publikum hat mir einen grandiosen Abschied bereitet. Ich habe Schalke gelebt und geliebt. Die Fankultur auf Schalke ist einfach einmalig“, sagte er unter dem langen Beifall des Publikums. Das größte sportliche Erlebnis war für ihn der DFB-Pokalsieg. Als Bundesliga-Torschützenkönig konnte er ein persönliches Ziel erreichen.

Konditions-Trainer Zetlmeisl musste sich den Vorwurf gefallen lassen, dass die Schalker Akteure läuferisch doch sehr hinter den Erwartungen geblieben wären. „Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass wir nicht besser abgeschnitten haben. Die Werte, die ermittelt wurden, waren aber in Ordnung“, erwiderte er.

Vor dem Lokal in Konzen war ein Mini-Bagger in den Vereinsfarben der Schalker platziert worden. Der Bagger soll für Vereins- und Familienfeste vermietet werden. Die Hälfte der Einnahmen wird für soziale Projekte in Ghana eingesetzt. In Ampenyi/Ghana ist beabsichtigt, ein Handwerks-Projekt zu starten, wo Jugendliche in mehreren Handwerksberufen ausgebildet werden.

Mit finanziellen Mitteln soll den Jugendlichen durch Unterricht, Musik, Kunst und Handwerk eine Perspektive geschaffen werden. Koordiniert wird die Aktion von Kwesi Blessed und Erich Horst, die sich im Café International in Imgenbroich kennengelernt haben.

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