Huppenbroicher CDU blickt auf das Jahr zurück

Von: M. S.
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Nach eigenem Empfinden „gut aufgestellt, gemeinsam stark“: Huppenbroichs CDU-Ortsverband plant entschlossen das Veranstaltungsjahr 2016. Foto: Manfred Schmitz

Huppenbroich. „Das kleine Huppenbroich mit seinen 413 Einwohnern stellt einen ungemein starken und gut strukturierten CDU-Ortsverband. 30 Männer und Frauen gehören ihm an, neue Mitglieder werden ständig gewonnen. Andere Eifeldörfer wären froh, eine solch gesunde Relation unserer bekennenden Parteiangehörigen zur Gesamt-Bevölkerung zu haben.“ Bernd Goffart, Vorsitzender des Unions-Gemeindeverband Simmerath, fand anerkennende Worte für die Arbeit seiner Parteifreunde.

Er sprach als Gastredner zur Hauptversammlung des Huppenbroicher Ortsverbandes.

Im Vereinslokal „Zur alten Post“ begrüßte Vorsitzender Jens Wunderlich dazu ein Dutzend Mitglieder und Gäste. Sie hielten Rückblick auf das verflossene 2015, erfuhren Lokalpolitik aus erster Rats- und Verwaltungshand und schauten voraus auf kommunale Projekte, die das neue Jahr für den kleinen, feinen Eifelort und seine Bewohner bereit hält. Vorsitzender Wunderlich hieß unter den Besuchern auch Simmeraths Ortsvorsteher Stefan Haas, CDU-Vorstandsmitglied Hajo Dautzenberg und die Ratsfrau Petra Motter „zu einer reinen Arbeits- und Diskussionsrunde“ willkommen.

Der Sprecher erwähnte zahlreiche Aktivitäten pro Huppenbroich(er), die 2015 zum erfolgreichen Jahr machten, Sommer- und Spielplatzfest etwa. Rund 140 Stunden, bilanzierte Wunderlich, hätten er und seine Freunde in Maßnahmen und Treffen pro Gemeinwohl investiert. Highlights wie Pferdesegnung und „O Tannenbaum“ hätten einmal mehr bewiesen, „dass wir Christdemokraten fest in unserem Heimatort verankert sind“. „Große Bewegung“, räumte der Quasi-Ortsvorsteher ein, habe die begonnene Sanierung des Huppenbroicher Straßennetzes unter die Bürger gebracht.

Auch eine Informations-Veranstaltung habe eher für Irritationen statt Klarheit und Verständnis gesorgt, Wunderlich: „Geschmackvolle Randsteine sollten positiv zur innerörtlichen Verkehrsberuhigung samt Optik beitragen und den ohnehin schmucken Charakter unseres Dorfes aufwerten. Die Problematik dieses Projektes wurde jedoch nicht plausibel vorgetragen. Darum ist eine gute Chance vertan, spielt das Thema Randstein-Verschönerung im zweiten Straßen-Bauabschnitt keine Rolle mehr. Schade, diese Struktur verbessernde Maßnahme hätte der dörflichen Ansicht gut getan.“ In nun einsetzender Aussprache stellten Wunderlich und Goffart klar, die ausführende Baufirma habe zugesagt, die aufgetretenen Fahrbahnmängel umgehend beheben zu wollen.

Mit dem Umwelttag, partnerschaftlich arrangiert von allen Ortsvereinen, und dem Sommerfest nannte der Referent anstehende, bewährte Events. Nach Karneval soll es an die konkrete Programmplanung und Terminierung gehen.

In einem Exkurs in die Simmerather Ratsarbeit äußerte Bernd Goffart trotz personeller und sachlicher Huppenbroicher Erfolge besorgt das „dringende Anliegen, neue Mitglieder zu werben“. Das sei ein, zugegeben, schwieriges Unterfangen, doch die Entwicklung gebiete, dringend Jugendliche für die gesellschaftlich relevanten Ziele der Christdemokraten zu begeistern.

Goffarts Zahlenbeispiele verraten höchsten Handlungsbedarf. Besaßen vor 15 Jahren in Aachens Kreisverband noch weit mehr als 4000 Männer und Frauen ein Unions-Parteibuch, so sank ihre Zahl auf nunmehr 3200: „Wir werden dramatisch immer weniger“ (Goffart). Zur Beantwortung spezieller Fragen des Nachwuchses wurde mit positiver Resonanz ein spezieller Newsletter herausgegeben.

Eine weitere gravierende Abwärtstendenz: Binnen zehn Jahren sank der Zugehörigkeitsgrad im Gemeindeverband von über 600 Personen auf jetzt nur noch 493. Gleichwohl stellt die Simmerather CDU unverändert die personell stärkste Gruppierung innerhalb der Städteregion (in deutlichem Abstand gefolgt von Stolberg und Monschau).

Als „Glücksfall und große Leistung“ bezeichnete Goffart die Tatsache, „dass die Kommune Simmerath bis auf weiteres von einem Nothaushalt verschont bleibt, so können wir wichtige Vorhaben eigenständig planen und realisieren“. Zum ersten Mal seit sechs Jahren, ergänzte Stefan Haas, müsse in diesem Jahr Gewerbe- und Grundsteuer für Simmeraths Bürgerschaft um fünf bis sechs Prozent erhöht werden, „und das, um dem verordneten Nothaushalt auch künftig zu entgehen“ (Goffart). Der reguläre Etat, stellte Letztgenannter zufrieden fest, steuere der Ausgeglichenheit entgegen: „Eine geringe Restschuld kann schneller getilgt werden, als frisches Geld aufgenommen werden muss!“

In einer abschließend lebhaften Diskussion stellte Hugo Berners die Frage, warum die Stadt Monschau und die Rursee-Kommune keine gemeinsame Schwimmhalle zuwege gebracht hätten? Goffarts Antwort: Die Stadt Monschau hat das abgelehnt!“

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