Hunnen fallen in Laimisch ein

Von: ho
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Josef, Jupp und Jüppchen aus Aachen sorgten bei der Proklamation in Lammersdorf einmal mehr für beste Unterhaltung im Oecher Slang. Foto: Hoffmann

Lammersdorf. Nachdem die Hunnen vor mehr als 1500 Jahren in Germanien und Gallien eingefallen waren und schließlich 451 nach Christus nach der Schlacht auf den katalaunischen Feldern ihren Rückzug antreten mussten, standen ihre wilden und unberechenbaren Horden am Wochenende unter Führung eines gebürtigen Sachsen überraschend erneut vor den Toren des Festzeltes auf dem Dorfplatz.

Die Prinzenproklamation in Laimisch stand an und Frieder I. (Werner), der neue Prinz der Bessemsbenger, eroberte mit natürlichem Charme und seinem Elferrat, einer toll kostümierten Hunnenhorde, Zelt, Bühne und die Herzen der zahlreichen Besucher (wir berichteten). Diese erlebten eine Sitzung, die sich sehen lassen konnte.

Präsident Thomas Mattheis konnte zur Einstimmung die Kindergarde ankündigen, die mit einem flotten Tanz einen gelungenen Einstand hinlegte.

Hiernach marschierte der noch amtierende Prinz Peter I. (Wollgarten) mit seinem Elferrat auf die Bühne, wo ihm Präsident Mattheis mit „großem Vergnügen” alle Insignien seiner Macht entriss. Danach stieg die Spannung im Zelt; denn als nächster Programmpunkt stand die Proklamation des neuen Prinzen an.

Als die eingangs erwähnte Hunnenhorde (Elferrat) mit entsprechend melodramatischer Musik einzog, hielt es keinen mehr auf seinen Plätzen.

Prinz Frieder I. hatte danach leichtes Spiel mit seinem Mundschenk (Harald Buchholz) und Pagen (Verena Schulte-Zurhausen) die Bühne zu erobern. Das Tanzmariechen der Funkengarde, Nadine Neubacher, durfte zum ersten Mal vor dem neuen Laimischer Narrenherrscher tanzen, was sie ihn gewohnt gekonnter Manier absolvierte.

Richtiger Öcher Slang

Hiernach erschienen aus dem Aachener Ostviertel die Herren Gehlen, Lennartz und Crott , besser bekannt als Josef, Jupp und Jüppchen.

Sie zu loben, hieße, Eulen nach Athen tragen. Das bekannte Trio ist seit 1986 im Karneval aktiv und zeigt noch immer keine Verschleißerscheinungen. Mehr als 20 Minuten beste Unterhaltung im Öcher Slang waren auch dieses Mal wieder ein Erlebnis und dem Publikum den Ruf nach einer Zugabe wert.

Dass tänzerische Darbietungen in Lammersdorf einen hohen Stellenwert und Qualität haben, demonstrierten danach die Ehrengarde und das Tanzmariechen der Prinzengarde, Lisa Becker. Ihre Tänze wurden mit viel Applaus bedacht. Schwerer hatte es danach schon der aus dem Selfkant angereiste „Hastenraths Will” (Christian Macharski), der mit seinen landwirtschaftlichen Ausführungen nicht so recht den Nerv des Publikums traf.

Das wurde mit der darauf folgenden Nummer der Funkengarde besser, die anschaulich und mit viel Engagement das Leben des Prinzen Revue passieren ließen. Einen glänzenden Auftritt legte hiernach die KG Klev Botze aus Rollesbroich hin, die mit allem, was sie zu bieten hatten, angereist waren. Präsident Marc Topp konnte nebst Musikzug das Dreigestirn, den Elferrat und drei toll tanzende Mariechen präsentieren.

Tanz und Akrobatik

Die dann folgende Nummer des Elferrates von Frieder I. war für viele der Höhepunkt des Abends. Das närrische Publikum war sofort fasziniert von Frieders wilder Hunnenhorde, die, fein abgestimmt zur Musik, Tanz und Akrobatik der Spitzenklasse zeigte. Trainerin Ute Offermann hatte wieder ein Meisterstück hervorgezaubert.

Kurz vor Mitternacht heizte die Gressenicher Blasmusik die Stimmung im Zelt nochmals kräftig an, bevor die Showtanzgruppe „Dancefire” mit ihrer neuen Einstudierung einen glänzenden Schlusspunkt setzte.
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