Hundesteuer: Ein fester Kassenposten bei den Kommunen

Von: jc
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Die Hundebesitzer in Monschau werden die Entwicklung bei der Hundesteuer nicht so toll finden, anders die Kommune.

Nordeifel. Die Hundesteuer ist für die Kommunen ein nicht zu unterschätzender Einnahmefaktor. Die Einnahmen der Kommunen in Nordrhein-Westfalen durch die Hundesteuer belaufen sich jedes Jahr auf mehrere Millionen Euro. 2013 machten die Gesamt-Einnahmen von fast 96 Millionen Euro knapp 30 Prozent aller Bagatellsteuern in den NRW-Kommunen aus.

Eine Rangliste des Statistischen Landesamtes für Information und Technik NRW gibt an, wie viel jeder Einwohner der Kommune rechnerisch an Hundesteuer bezahlen musste. Hier landeten die drei Nordeifel-Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath auf den hinteren Plätzen. Das bedeutet, dass hier der Hundesteuerbeitrag je Einwohner sehr hoch war.

In der Stadt Monschau lag der Betrag im Jahr 2013 rechnerisch bei 9,70 Euro je Einwohner. 2012 lag die Summe noch bei 7,14 Euro. Dies ist ein Anstieg um 34,4 Prozent. Die Gesamteinnahmen der Hundesteuer in Monschau beliefen sich 2012 noch auf 88.000 Euro, 2013 stiegen diese dann auf 119.000 Euro. In der NRW-Rangliste war die Stadt Monschau 2013 nur noch zehn Plätze vom letzten Platz entfernt und stand an 386. Stelle bei 396 Gesamträngen. Dies bedeutete eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr um 30 Plätze. Die Stadt wird diese Entwicklung dennoch mit Freude vernehmen, die nach einer „Hundebestandserfassung im Herbst 2013 ausgelöst wurde. Ein Dienstleistungsunternehmen hatte alle Haushalte überprüft, und dabei 94 „neue“ bzw. nicht angemeldete Vierbeiner zu den vorhandenen 1000 Tieren gezählt, was der Stadt auf einen Schlag jährliche Mehreinnahmen von rund 10.000 Euro erbrachte. Außerdem wurde im Rahmen des Haushaltssanierungsplans die Hundesteuer zum 1. Januar 2013 um fast 30 Prozent erhöht.

In der Gemeinde Roetgen verzeichnete das Statistische Landesamt ebenfalls einen Anstieg der Einnahmen. Mit 6,56 Euro an Hundesteuer je Einwohner im Jahr 2012 stiegen die Einnahmen 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 16,4 Prozent auf 7,67 Euro je Einwohner. Die Gesamteinnahmen der Hundesteuer stiegen hier von 54.000 Euro im Jahr 2012 auf 63.000 Euro im Jahr 2013. So verschlechterte sich die Gemeinde Roetgen von Rang 331 auf Rang 358.

Nur in der Gemeinde Simmerath gab es niedrigere Hundesteuer-Einnahmen. Mit 7,47 Euro je Einwohner im Jahr 2012 fielen die Einnahmen durch die Hundesteuer 2013 um 2,8 Prozent auf 7,26 Euro je Einwohner. Auch die Gesamteinnahmen der Hundesteuer fielen von 115.000 Euro im Jahr 2012 auf 112.000 Euro im Jahr 2013. Trotzdem landete die Gemeinde in der Rangliste auf Rang 341, im Vergleich zum Vorjahr aber eine Verbesserung um 20 Plätze. Auf dem letzten Platz der Rangliste, und somit nur zehn Plätze von der Stadt Monschau entfernt, lag im Jahr 2013 die Stadt Bedburg mit rechnerischen 11,38 Euro Hundesteuer je Einwohner und das, obwohl die Einnahmen durch die Hundesteuer nur knapp die Hälfte aller Einnahmen dieser Kommune ausmachten.

Auf dem ersten Platz aus Sicht des Steuerzahlers landete die im Kreis Borken gelegene Stadt Vreden. Hier mussten die Einwohner 2013 rechnerisch nur 10 Cent Hundesteuer je Einwohner bezahlen. Doch das ist nur die Ausnahme. Auf ganz NRW bezogen bezahlte jeder Einwohner 2013 rein rechnerisch 5,38 Euro Hundesteuer, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent. Auch die gesamten Einnahmen durch die Hundesteuer stiegen um mehr als vier Millionen Euro. Falls dieser Trend weiter anhält, wird die Hundesteuer auch in Zukunft die Kassen der Kommunen füllen.

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