Lammersdorf - Hunderte Männer im jecken Rausch

Hunderte Männer im jecken Rausch

Von: ho
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Showtanzgruppen kommen auf Herrensitzungen immer gut an: Auch die „Dancing Cheers“ aus Lommersum bei Euskirchen begeisterten die Männer im Lammersdorfer Festzelt. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Lammersdorf. Die 600-Manngrenze wurde auf der diesjährigen Herrensitzung der Karnevalsfreunde Lammersdorf zwar nicht geknackt, was der unbegrenzten Feierfreude des männlichen Geschlechts am Sonntag im Festzelt auf dem Dorfplatz jedoch keinen Abbruch tat.

Mit feierlichem Glockengeläut und der obligatorischen Schweigeminute für all diejenigen, die laut Präsident Matheis nicht dabei sein konnten und „dem blonden Gift erlegen sind“, wurde die Herrensitzung eröffnet.

Gut vier Stunden feierte die Herrenriege danach beim größten karnevalistischen Event der Nordeifel ab und wurde dabei zunächst von einem Kellner in Stimmung gebracht. Oli der Köbes, der letzte Verfechter des Reinheitsgebotes, war an diesem Morgen hervorragend aufgelegt und dokumentierte, dass er zu den besten Büttenrednern seiner Zunft gehörte.

Nachdem Elke Breu danach die Herren der Schöpfung mit mehr oder weniger bekannten Liedern auch gesanglich in Stimmung gebracht hatte, stand schon der nächste Hochkaräter für die Bütt bereit. Kleidungsmäßig im Vergleich zum Vorjahr leicht verändert, aber ansonsten so gut wie eh und je, betrat der Bonte Pitter die Bühne. Mit einem freundlichen „Morgen, ihr Säcke“ traf er gleich den Ton, der auf der Herrensitzung durchaus geschätzt wird. Neben Witzen für Doofe hatte er die verrücktesten Geschichten parat, so dass das Publikum aus dem Lachen nicht mehr herauskam.

Danach ging es dann musikalisch weiter. Mit Cat Ballou eroberte Kölns derzeit beliebteste Band die Bühne im Lammersdorfer Festzelt. Die vier jungen Musiker hatten nach anfänglichem Zögern schnell die Sympathien der Männer erobert. Als sie ihr „Elftes Gebot“ und „König der Stadt spielten“, wurde kräftig mitgesungen und gefeiert. Über 20 bildhübsche junge Frauen ließen danach die Herzen der Männer höher schlagen.

Die Showtanzgruppe Dancing Cheers aus Lommersum bei Euskirchen begeisterte bei ihrem Auftritt bis in die hinteren Tischreihen, so dass Präsident Thomas Matheis erst gar nicht nach einer Zugabe fragen musste. Der Präsident konnte nachher nur feststellen, dass die Dancing Cheers zu den besten Gruppen gehörten, die je in Lammersdorf getanzt haben.

Die Band Sösterhätz haute im Anschluss hieran in die Tasten und steigerte die Stimmung im Zelt mit bekannten Liedern. Eine echte Stimm- und Stimmungsgranate stand danach auf dem Programmzettel. Im schwarzrot gestreiften Kostüm machte Crazy Kokolores zunächst einen recht braven Eindruck, bis sie den Mund aufmachte. Auf den war die Kölner Sängerin, die Dozentin für Rap an der Jazz Haus Schule Köln ist, aber auch im Wortbeitrag nicht gefallen. Humorvoll frech und unterhaltsam kam sie auch mit ihren Liedern beim Publikum an.

Mit Trömmelche, einer dicken Tromm und jede Menge Blasmusik marschierte dann die Gulaschkapell ein. Sie machte ihrem Namen alle Ehre und ließ zur Freude der Männer stimmungsmäßig nichts anbrennen. Kein Wunder, dass diese dann im Zelt ein weiteres Mal den Höhepunkt erreichte. Natürlich hatten die Veranstalter zwischen den einzelnen Darbietungen auch das offensichtlich unumgängliche Nummerngirl im Angebot, das in diesem Jahr auf den Namen Killah hörte und die versammelte Männerschaft immer wieder verzückte.

Verzückung im gesamten Zelt kam schließlich noch mal am Ende auf. Nach jahrelanger Abstinenz war sie wieder da. Die kleine und stimmgewaltige Gesangsröhre Roberta hatte selbst in der Endphase der Herrensitzung nahezu alle Männer fest im Griff, womit bewiesen war, dass Roberta in Lammersdorf nach wie vor ein Heimspiel hat. Nach dem Abpfiff der Herrensitzung wurde im Festzelt wie üblich noch nachgefeiert.

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