Hunde bringen der Gemeinde 115.000 Euro

Von: rpa
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Keine billiges Vergnügen ist das Halten eines Hundes.

Simmerath. Ob es die Gänse oder doch die Hunde sind, die auf den Wegen und Wiesen im Rurseezentrum für den Dreck sorgen, dies konnte nun im Simmerather Haupt- und Finanzausschuss nicht geklärt werden.

Siegfried Lauscher von der SPD schimpfte, „vor lauter Hundekot” könne man „oft am Badesee” nicht richtig hintreten. Wenn es nach ihm ginge, dann sei die „Hundesteuer noch viel zu niedrig”. Günter Mießen von den Grünen hingegen beklagte, dass die Gemeinde Simmerath in der „Südregion die höchsten Steuersätze” verlange, er mahnte, Hunde seien vor allem für Alleinstehende oftmals ein wichtiger Begleiter im Leben. Und für den Dreck im Rurseezentrum machte er die Gänse dort verantwortlich, Hunde habe er jedenfalls dort „noch keine gesehen”.

Die CDU-Fraktion werde den neuen Steuersätzen so zustimmen, wie die Verwaltung sie vorschlage, sagte ihr Sprecher Bruno Löhrer, der zugab, selber „kein großer Hundefreund” zu sein. In den Orten gebe es inzwischen „unvorstellbar viele Hunde”, dabei würden viele Hundebeisitzer ihre Hunde in der freien Landschaft nicht anleinen und die Hunde machten dort „ihre Geschäfte”, beklagte Löhrer, der die Verwaltung aufforderte, „möglichst alle Hunde in der Gemeinde zu erfassen”.

Bei zwei Enthaltungen und beim Nein von Günter Mießen stimmte der Hauptausschuss den neuen Sätzen für die Hundesteuer zu. Der Gemeinderat wird die neuen Steuersätze in der Sitzung rechtskräftig festsetzen. Danach kostet die Steuer für einen Hund ab dem nächsten Jahr 84 Euro, 10,80 Euro mehr als bisher.

Wer zwei Hunde hat, zahlt je Hund 105 Euro, 19,80 Euro mehr als bisher. Bei drei Hunden wird je Hund eine Steuer von 126 Euro fällt (bisher 104,40 Euro). Nach den Erkenntnissen der Verwaltung gibt es in der Gemeinde Simmerath derzeit 1236 Hunde, die für die Steuer angemeldet sind. Dabei gibt es sozusagen 846 „Einzelhunde” mit einem Steuersatz von 84 Euro.

Für 315 Hunde wird je Hund ein Betrag von 105 Euro fällig, für 71 Hunde je Hund 126 Euro. Gemeldet sind auch vier „Kampfhunde”, der Steuersatz hier steigt bei einem Hund von bisher 441,60 Euro auf nunmehr 600 Euro.

Wer sogar drei „Kampfhunde” besitzt, zahlt je Hund eine Steuer von 900 Euro. Insgesamt rechnet die Gemeinde mit einem Steueraufkommen von fast 115.500 Euro, das sind 22.485 Euro mehr als bisher.

Hinzu kommen noch 1743 Euro für die 37 Hunde, für die ein ermäßigter Steuersatz gilt. Für Hunde, die bei der Bewachung von Gebäuden (auch Bauernhöfe) eingesetzt werden, wenn diese mehr als 400 Meter von einem bebauten Ortsteil liegen, wird ein reduzierter Steuersatz berechnet.

29 Hunde sind sogar ganz von der Steuer befreit. Steuerbefreiung wird unter anderem gewährt, wenn sie Helfer und Beschützer „hilfloser Personen” sind.

Die Gemeinde hatte im vergangenen Sommer eine „Hundezählung” angekündigt und dabei auf die Pflicht der Hundehalter hingewiesen, ihre Hunde auch tatsächlich anzumelden. Diesem Aufruf sind dann 72 Hundehalter gefolgt, 54 Hundehalter werden derzeit noch überprüft.
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