Roetgen - Hütchen auf der B 258 dienen Prävention

Hütchen auf der B 258 dienen Prävention

Von: Andreas Gabbert
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Termin vor Ort: Der Petitionsauschuss des Landtages NRW hatte jetzt einen Anhörungstermin festgesetzt, um sich ein Bild von der Problematik mit den Schwellen in der Mitte der Fahrbahn der B 258 bei Fringshaus machen zu können. Foto: A. Gabbert

Roetgen. Den Einbau der Schwellen in die Mitte der Fahrbahn zwischen Roetgen und Fringshaus (kleine Himmelsleiter) hat die SPD-Fraktion aus Monschau zum Anlass genommen, den Petitionsauschuss des Landtages NRW einzuschalten.

Der Petitionsausschuss hatte daher jetzt einen Anhörungstermin an der B 258 bei Fringshaus festgesetzt.

Der Landtagsabgeordnete Karl Schultheis (SPD) und Franz Muschkiet von der Landtagsverwaltung sowie Ulrich Maulburg vom Verkehrsministerium NRW waren in die Eifel gekommen, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

Vertreter des Kreises Aachen, der Straßenmeisterei Simmerath, der Gemeinde Roetgen, von StraßenNRW und der Polizei Aachen waren erschienen, um ihre Sicht auf die Dinge darzulegen.

Brigitte Olschewski und Martina Rader nutzten die Gelegenheit und machten im Namen der SPD-Fraktion Monschau deutlich, warum sie eine zweispurige Lösung in Richtung Eifel und auf der Gegenfahrbahn die Einrichtung von zusätzlichen Rettungsbuchten befürworten.

Besonders im Winter könne es durch querstehende Lkw zu Verkehrsbehinderungen und Staus kommen, sodass das Durchkommen von Rettungsfahrzeugen nicht gewährleistet sei. Als Beispiel nannten sie das Querstehen eines Lkws im November.

Vor dem Einbau der Schwellen sei auf der kleinen Himmelsleiter die durchgezogene Doppellinie immer wieder missachtet worden, außerdem habe es immer wieder Nötigungen mit der Lichthupe gegeben, erklärte Peter Pastors von der Polizei Aachen.

Um dies in Zukunft zu verhindern, sei der Eibau nötig gewesen. Allerdings handele es sich dabei um eine reine Präventionsmaßnahme. Die Unfallzahlen seien dafür nicht maßgebend.

„Zum Glück gab es in der Vergangenheit keine größeren Unfälle auf diesem Streckenabschnitt”, freute sich Pastors. Im Jahr 2007 ereigneten sich im Bereich der Ortsdurchfahrt Roetgen bis Fringshaus 55 Unfälle - die meisten innerhalb des Ortes, lediglich vier Unfälle ereigneten sich außerhalb.

Durch die Schwellen gebe es auch keinen Anlass mehr zur Nötigung, da ein überholen ohnehin nicht möglich sei, sagte Ralf Oswald vom Kreis Aachen.

Die Priorität müsse auf der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer liegen und außerdem entständen die Zeitverluste vielmehr innerhalb des Ortes Roetgen.

Die Befürchtung, dass es im Winter zu Schwierigkeiten kommen könne teilte er nur bedingt, schließlich gebe es im Winter auf der großen Himmelsleiter auch keine Probleme.

Auch Ulrich Maulburg vom Verkehrsministerium NRW sah Probleme für Autofahrer eher im Bereich der Ortsdurchfahrt Roetgen. Die neue Situation auf der kleinen Himmelsleiter müsse zunächst eine Saison lang beobachtet werden.

Der Vertreter von StraßenNRW, Karl-Josef Reinartz, machte deutlich, dass es sich bei der derzeitigen Lösung um ein Provisorium handele. Auf der kleinen Himmelsleiter sei eine sogenannte 2+1-Lösung geplant.

Demnach soll die von Lammersdorf kommende B 399 als zweite Spur in die B 258 in Richtung Roetgen einfädeln. Das erste Drittel der Strecke soll in Richtung Roetgen zweispurig sein.

Auf den anderen zwei Dritteln der Strecke soll es dann einspurig bergab und zweispurig bergauf gehen. Die Straße aber einfach anders zu markieren sei nicht möglich, für die geplante 2+1-Lösung fehle es der Straße an Breite, sodass Baumaßnahmen nötig seien.

Schultheis sprach von zwei vernünftigen Zielen, einerseits die Situation auf der B 258 durch die Schwellen zu beruhigen und andererseits Behinderungen zu verhindern und das Durchkommen der Rettungsdienste zu gewährleisten. Er will dem Petitionsausschuss vorschlagen, die 2+1-Lösung zu befürworten.
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