Hubert vom Venn und Achim Konejung begeistern im Atelierhaus

Von: ale
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Immer wieder Neues fällt ihnen ein: Achim Konejung und Hubert vom Venn ernteten begeisterten Applaus bei ihrer Jubiläumsrevue. Foto: ale

Nideggen. Hubert vom Venn und Achim Konejung, der Highländer und der Voreifeler, gastierten im Atelierhaus Muna Götze in Nideggen. Wie sich das Publikum amüsierte, das war bis auf die Straße zu hören, wenn immer wieder lautes Lachen ertönte.

Seit nunmehr drei Jahren machen die Beiden die Eifel und umliegende Regionen unsicher mit ihren schalkhaften Programmen, in denen sie meistens den „typischen Eifeler“ mit dem Flachländer vergleichen und munter boshafte Seitenhiebe auf die Kommunalpolitiker austeilen. Dazu haut Achim Konejung genial in die Tasten und untermalt die Szenen mit originellen Schöpfungen aus seinem Repertoire.

Diesmal spielte er als Intro einen flotten Ritt auf dem Piano, es klang ein wenig wie im Wilden Westen, als die Zwei mit „Hohoo“-Rufen von den blauen Bergen und den blauen Seen sangen, wo sie herkommen. Sie wollen eine Jubiläumsfeier veranstalten, sogar eine „Brillant“-Feier, denn die Eifel ist gerade genau 2000 Jahre alt geworden, was der Hobbyhistoriker Heinz Hupperath festgestellt hat.

Da müssen natürlich Politikerreden her – schön schwafeln mit nichtssagenden Phrasen kann Hubert vom Venn trefflich. Ihm gelingt auch wieder ein vergnüglicher Blick in die Historie: In Wirklichkeit fand die Varus-Schlacht gegen die Römer in Simmerath statt, und bis heute heißen dort viele Bürger „Hermanns“. Da kann Achim Konejung ein bluesig-swingendes Liedchen zu singen: „Drehen wir die Uhr mal was zurück!“

Überhaupt ist sein Einfallsreichtum ungebremst, wenn die beiden Kabarettisten sich die Bälle verbal zuwerfen: Ob es um den „Eifelberlusconi“, den „Schmugglerblues“ oder Musik „von Krankenschwestern für Krankenschwestern“ geht – was ihm musikalisch und textlich dazu eingefallen ist, brächte die Zuhörer zum Grölen, aber dann würden sie ja nicht alles verstehen. Auch der verrückte Dialog eines Ehepaares, der ein bisschen an Loriot-Szenen erinnerte, war so herrlich verrückt, dass das Publikum immer wieder in lautes Gelächter ausbrach und applaudierte.

„Es war sehr schön mit euch“, so bedankte sich zum Schluss die Gastgeberin Muna Götze. Dann spielten sie noch ihr Abschiedslied: „Wollt Ihr noch Lieder, dann kommt doch wieder!“ Sie spielen überall, wo ein Klavier reinpasst, war von Hubert vom Venn zu erfahren.

Der Terminplan ist gefüllt, am 21. Oktober spielt das Duo in Mechernich-Bleibuir, am 23. Oktober in Bütgenbach und am 29. Oktober in Heimbach im Haus des Gastes.

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