Hotel-Chef: Kontrollen schrecken Touristen und Tagungsgäste ab

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
Hotel-Chef Freek Suringh kriti
Hotel-Chef Freek Suringh kritisiert die vielen Blitzen.

Monschau. Als Schikane, Abzocke oder schlicht unverschämt, empfinden viele Touristen, Reise- und Tagungsveranstalter, dass es in der Eifel immer wieder blitzt. Und das auch bei strahlend blauem Himmel, aus den „Stahrenkästen” am Straßenrand.

Dazu kontrollieren Polizei und Städteregion mit mobilen Messeinheiten.

Freek Suringh hat in seinem Hotel immer wieder mitbekommen, dass sich viele seiner Gäste über die Blitzen ärgern. Bei einer Tagung in seinem Monschauer „Carat-Hotel” bekam er „durch Zufall” mit, dass gleich „zwei oder drei” Teilnehmer geblitzt wurden. „Die Tagung fiel dann auch ins Wasser. Da redet keiner mehr über das Thema der Tagung, sondern nur noch über die Blitzen”, sagt Suringh.

Und das sei kein Einzelfall gewesen: „Die ganze touristische Branche redet darüber, nur die Politik nicht”, sagt Suringh. Ein Tagungsveranstalter ist ihm deshalb abgesprungen. Andere Gäste kündigten an nicht wieder kommen zu wollen. Und es kündigten sogar Mitarbeiter wegen ihrer Punkte in Flensburg.

In der Eifel sei man ohnehin schon schlecht erreichbar. Und dann kommen auch noch die zahlreichen Geschwindigkeitskontrollen dazu. „Was das angeht, hat die Eifel schon einen sehr schlechten Ruf”, sagt Suringh. Den Konkurrenzkampf mit dem Sauerland oder dem Schwarzwald mache das nicht leichter.

Mit der Kritik bezieht er sich auf feste und mobile Messeinheiten. „Ob das Unfallschwerpunkte sind, an denen die Blitzen stehen. Da setze ich ein großes Fragezeichen”, sagt Suringh.

Natürlich gibt es auch andere Beschwerden, die von den Gästen kommen: „Zu wenig zu tun für Kinder”, „abends nichts los” oder „Kaffee nur im Kännchen”. Doch die Anzahl der Geschwindigkeitskontrollen sei der Hauptkritikpunkt der Besucher.

All das hat Suringh bereits in einer E-Mail an die Bürgermeister von Monschau, Simmerath und Roetgen, an Städteregionsrat Helmut Etschenberg und den Bundestagsabgeordneten Helmut Brandt zusammengefasst. Ohne nennenswerte Reaktion.

Der Hotelier möchte mit seiner Kritik nicht auf Konfrontationskurs gehen: Er wünscht sich vielmehr einen Dialog zwischen Politikern und der Tourismus-Branche.
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