Monschau - Hotel am Vennbahnradweg wird kleiner ausfallen

Hotel am Vennbahnradweg wird kleiner ausfallen

Von: ag
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Francois Szabo hält an den Plänen für ein Hotel am ehemaligen Bahnhof in Monschau fest. Foto: A. Gabbert

Monschau. Wer auf dem Vennbahnradweg unterwegs ist und am ehemaligen Bahnhof in Monschau vorbeikommt, der könnte auf die Idee kommen, dass mit den Arbeiten für ein Hotel bereits begonnen wurde.

Schließlich hatte Francois Szabo, der Ende der 1980er-Jahre auch das Carat-Hotel an der Laufenstraße mit auf den Weg brachte, angekündigt, dort im Auftrag einer Investoren- und Managementgesellschaft ein Hotelprojekt zu entwickeln. Im Mai sollten die Bauarbeiten starten.

Außerdem türmen sich in Fahrtrichtung Kalterherberg auf der rechten Seite des Vennbahnradweges, wo das Hotel entstehen sollte, die Erdmassen, und ein Bauzaun verstärkt den Eindruck, dass es dort eine Baustelle gibt. Dem ist nicht so. Es handelt sich lediglich um den Umschlagplatz für die Großbaustelle auf dem Burgring. An dieser Stelle wird es kein Hotel geben. Die Forderungen der belgischen Bahn, die im Besitz des Geländes ist, seien nicht hinnehmbar. „Die belgische Bahn legt uns Steine in den Weg. Das ist sehr enttäuschend. Jetzt soll sie mit ihrem Grundstück machen, was sie will“, sagt Szabo.

Nun soll das Hotel auf der anderen Seite des Vennbahnradweges entstehen. Der Kaufvertrag für dieses Grundstück sei längst in trockenen Tüchern, daher stehe dem Bau an dieser Stelle nichts im Wege, erklärt Szabo.

Dort wollte Uwe Kolke, der Inhaber der Firma Eifelrad, in einem zweigeschossigen Gebäude mit einer Grundfläche von rund 200 Quadratmetern einen Fahrradverkauf und -verleih einrichten. Jetzt sollen das Hotel und der Fahrradverleih in einem Gebäude gemeinsam Platz finden. „Von der Grundstücksgröße passt das immer noch“, sagt Szabo.

Auch an dem Konzept müsse nicht viel geändert werden. Das Hotelgebäude solle auf einer Fläche von 50 mal 13 Metern entstehen. Es bleibe bei einem Hotelgebäude der Zwei-Sterne-Kategorie mit 80 Zimmern und 180 Betten. Die geplanten Konferenzräume könnten aber nicht verwirklicht werden und das Restaurant werde deutlich kleiner ausfallen. Statt 123 Pkw-Stellplätzen werde es 73 Parkplätze geben. Die 20 geplanten Parkplätze für Wohnmobile und die 15 Parkplätze für Reisebusse fallen weg. Statt mit 20 bis 25 Arbeitsplätzen rechnet Szabo noch mit 15.

„Wir sind jetzt nicht mehr von Entscheidungen der Behörden abhängig“, sagt Szabo. Nur die endgültige Baugenehmigung fehle noch. Eine Voranfrage sei aber positiv beantwortet worden.

In den ersten Planungen war Szabo von einer Investition in Höhe von 3,7 Millionen Euro ausgegangen. Zwischenzeitlich wuchs die Summe auf über 5 Millionen Euro an und schließlich auf 6,4 Millionen Euro. Jetzt geht er von rund 4,8 Millionen aus. Einige der möglichen Investoren sind inzwischen abgesprungen. Jetzt sei noch ein belgisches Unternehmen übrig, das bereit sei in das Hotelprojekt zu investieren. Außerdem sei man noch auf der Suche nach einem Betreiber.

Szabo geht davon aus, dass die Bauarbeiten im August oder September starten können, und dass das Hotel zur Saison 2018 eröffnen kann.

Auch wenn es sich bei dem ehemaligen Bahnhofsgelände um belgisches Gebiet handelt, will er die Bürger der Stadt Monschau über die Pläne informieren. In welcher Form sei aber noch nicht klar, eventuell in Form einer Infoveranstaltung.

Drei Jahre lang hatte Szabo in dem ehemaligen Bahnhofsgebäude ein kleines Bistro betrieben, wo die Radfahrer einen Kaffee, ein Kaltgetränk oder ein Eis bekommen konnten. Inzwischen hat er den Verkauf aber eingestellt. „Das lohnt sich nur bei gutem Wetter. Wir sind hier aber in der Eifel“, sagt er.

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