Holzbläser der Musikschule verbreiten gute Laune

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Musikschulleiter Harrie Boers, Pianistin Birgit Röseler und Lions-Präsident Achim Pröpper (v. re.) mit den Instrumentalisten des Ensemble-Konzerts.

Monschau. Bei schönstem Wetter fand am Sonntagnachmittag das Solisten- und Ensemblekonzert der Holzbläser der Musikschule Monschau im Aukloster statt. Leider fanden wegen der Sommersonne nicht so viele Zuhörer wie gewohnt den Weg in den Bürgersaal, aber diejenigen, die gekommen waren, waren dafür mit Leib und Seele dabei.

In dieser familiären Atmosphäre, wie Harrie Boers, der Leiter der Musikschule, in seiner Begrüßungsansprache unterstrich, macht das gemeinsame Musizieren besondere Freude. Das Konzert wurde durch das Sopransaxofon-Trio „SEP“ (Saskia Gombert, Elisabeth Dick und Pia Weißhaupt) eröffnet, die vier Stücke in gewohnt souveräner Weise vortrugen. Die Schulfreundinnen spielen schon länger in dieser ungewöhnlichen Konstellation zusammen und sind inzwischen eine feste Größe bei den Musikschulkonzerten.

Stephan Lennartz, ebenfalls ein Sopransaxofonist, intonierte „Cicilienna“ und „Vivace“ von Georg Philipp Telemann sicher und leicht, wobei er von der Pianistin Birgit Röseler am Klavier begleitet wurde. Beinahe hätte man die Stücke für Originalkompositionen halten können, jedoch wurden das Saxofon erst ca. 100 Jahre nach diesen Kompositionen erfunden.

Es folgte das Saxofonensemble der Musikschule mit fünf Stücken aus dem 19. und 20. Jahrhundert, darunter Bohemian Rhapsody von Freddy Mercury, gesetzt vom Musikschulleiter und Ensemblemitglied Harrie Boers. Ellen Pogritz (Sopransaxofon), Lutz Köstner und Mona Nymphius (Altsaxofon), Kerstin Sterk (Tenorsaxofon) und Harrie Boers (Baritonsaxofon) überzeugten durch musikalischen Ausdruck und sichtliche Spielfreude.

Als letzter Akt vor der Pause spielte das Duo Bärbel Nymphius (Klarinette) und Mona Nymphius (Altsaxofon), Mutter und Tochter, einen Swing-Walzer mit Klavierbegleitung, und schlugen so den Bogen von den Saxofonen zu den Klarinetten, mit denen das Konzert nach einer Pause, in der es Kaffee, Kuchen und gute Gespräche gab, fortgesetzt wurde.

Milena Tings (Klarinette) leitete den zweiten Teil mit „Serenata“ und „Rondo“ von Jurriaan Andriessen ein: wunderschöne Stücke, sehr präzise und einfühlsam gespielt und von Birgit Röseler am Klavier begleitet, so wie auch Bärbel Nymphius (Klarinette) mit „For all that has been given“ von G.W. Yasinitsky.

Zum Abschluss des Ensemblekonzerts spielte das Klarinetten-Quartett Bärbel Nymphius, Heike Heidinger und Milena Tings (alle B-Klarinette) sowie Harrie Boers (Bass-Klarinette) einen Auszug aus ihrem Repertoire mit sechs Stücken unterschiedlicher Epochen, von Mozart bis Kurt Weill.

Musik macht Freu(n)de

Harrie Boers dankte allen Beteiligten für ihren Fleiß und ihr Engagement. Die Ensemble-Arbeit an der Musikschule ist etwas Besonderes und kann nicht hoch genug bewertet werden. Finanzielle Unterstützung kommt hierfür vom Lions Club Monschau, dessen stellvertretender Präsident Achim Pröpper anwesend war und unter Applaus von Boers auf die Bühne gebeten wurde.

Das Motto des Lions-Clubs „We serve“ steht für soziales und kulturelles Engagement überall dort, wo Hilfe notwendig ist. Über die möglichen Projekte wird im Club diskutiert und entschieden, und die Musikschule Monschau schätzt sich mit ihren Ensembles sehr glücklich, hier positiv bedacht worden zu sein. Ein wichtiger Grund für die Unterstützung ist, so Pröpper, dass in der Musikschule Monschau soziale Grenzen beim musikalischen Miteinander durchbrochen werden: Unabhängig von Alter, Vermögen oder Herkunft kann jeder hier sein musikalisches Zuhause finden. „Musik macht Freude – und Freunde!“, wie Boers gerne betont.

Vor dem Ende dieses hörenswerten Konzerts hatte Boers noch eine besondere Überraschung für die Ensemble-Mitglieder, denn jeder erhielt eine Zertifikat (DTKV) – ein außerschulischer Leistungsnachweis – des deutschen Tonkünstlerverbands als Auszeichnung für die erfolgreiche Ensemblearbeit. Ein besonderer Dank ging auch an den Hausmeister des Auklosters, Hermann-Josef Jansen, der für die Musikschule immer bereit steht. Zuguterletzt gab es einen großen Blumenstrauß und ein dickes Dankeschön für die Pianistin Birgit Röseler, die als Begleitung der Solisten von Barock bis Rock alles im Griff hat.

Die nächste Gelegenheit, die Ensembles der Musikschule Monschau zu hören, ist bereits am kommenden Sonntag, 21. Juni, zwischen 15 und 17 Uhr beim Abschlusskonzert open air an verschiedenen Stellen in der Altstadt. Programme werden unter anderem im Aukloster ausliegen.

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