Holdertruppe strapaziert die Lachmuskeln

Von: Alfred Mertens
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Mit der Aufführung des Stücks „Ein Bratfisch kommt selten allein“ landeten die Akteure der Theatergruppe bei der Rohrener Bevölkerung einen Volltreffer. Foto: Alfred Mertens

Rohren. Die Erfolge aus den letzten Jahren waren für die Laienschauspieler der Holde(r)truppe, einer Theaterabteilung des SV Bergwacht Rohren, Anlass genug, um mit einem neuen Stück auf sich aufmerksam zu machen. Die Theatergruppe präsentierte am vergangenen Wochenende zwei Aufführungen des Stücks „Ein Bratfisch kommt selten allein“, einer Komödie in drei Akten von Christiane Cavazzini.

„Ausverkauft“ hieß es bei der zweiten Aufführung im Festsaal Hermanns. „Leider waren bei der ersten Aufführung einige Restkarten übrig geblieben, dies schmälert allerdings nicht den großen Erfolg des Stücks, das bei der Rohrener Bevölkerung großen Zuspruch fand“, zeigte sich Michael Pretzefowsky, der zusammen mit seiner Frau Stefanie die Regie des Theaterstücks übernommen hatte, sehr zufrieden.

„Das Stück wirkte für die Zuschauer sehr unterhaltend. Die Lachmuskeln wurden stark strapaziert. Taschentücher mussten ausgepackt werden, um die Tränen aus den Augen zu wischen“, beschrieb er die Atmosphäre im Saal treffend.

Helmut Peters, selbst Akteur der Gruppe, ging zu Beginn der zweiten Aufführung kurz auf die Entstehungsgeschichte der „Holde(r)truppe“ ein, die 2006 gegründet wurde. „Die Abteilung zählt derzeit zwölf aktive Mitglieder und viele Helfer und Helferinnen, die im Hintergrund wertvolle Arbeit leisten. Insgesamt 22 verschiedene Akteure und 19 Teamhelfer standen bei den Aufführungen seit 2006 zur Verfügung“, resümierte er.

„Otto, der Treue“ wurde 2006 aufgeführt. Nach einer Pause erfolgte 2011 „Die Gedächtnislücke“, 2012 „Stress im Champus-Express“ und nunmehr „Ein Bratfisch kommt selten allein“. Drei neue Akteure der Theatergruppe bereicherten die diesjährige Aufführung.

Tanja Carl, Matthias Hermanns und Christian Krings fügten sich nahtlos in das Team ein. „Sicherlich wären wir froh, wenn sich der eine oder andere unserer Abteilung noch anschließen würde. Dabei spielt das Alter überhaupt keine Rolle. Jeder im Alter von 18 bis 80 Jahren kann sich unserer Abteilung anschließen“, hofft Michael Pretzefowsky auf personellen Zuwachs.

Ende Oktober begannen die Proben für das Theaterstück „Ein Bratfisch kommt selten allein“. Diese wurden in den letzten zwei Monaten auf zwei Mal pro Woche ausgedehnt. „Die Proben waren zwar sehr arbeitsintensiv, aber wir hatten auch sehr viel Spaß dabei “, erinnert sich Stefanie Pretzefowsky gern an die Treffen im Saal.

„Großes Lob gebührt unserer guten Seele Maria Cloesgen, die zum einen immer wieder die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte und uns zum anderen mit Speisen und Getränken sehr gut versorgte“.

Wirtin Maria Cloesgen zeigte sich von den Aufführungen begeistert. „Die Akteure haben bei dem lustigen Theaterstück schauspielerisches Talent bewiesen. Sie konnten sich mit ihren Rollen sehr gut identifizieren und sie entsprechend umsetzen“, hatte auch sie die Aufführungen aufmerksam verfolgt.

Die Familien Sauerwein und Bratfisch bestimmten den Inhalt der Aufführung. Vater Maximilian Sauerwein (Michael Pretzewofsky) sieht sich am liebsten im Fernsehen Sportveranstaltungen an und liest gerne die Tageszeitung. Für das leibliche Wohl ihrer Liebsten sorgt Mutter Evelyn Sauerwein (Diana Lutterbach).

Tochter Susi (Tanja Call) wartet sehnsüchtig auf ihren Führerschein, muss allerdings ihre schlechten Noten im Fach Englisch verbessern. Von einer Reise durch Alaska träumt Oma Agnes (Therese Dederichs). Im Haus Kantstraße 13 wohnt Tante Hilde (Jutta Kirch), die vor ihrer Nachbarin geflüchtet ist.

Eines Tages taucht Familie Bratfisch auf. Wo kommen sie alle her und was wollen Rechtsanwalt Dr. Hugo Bratfisch (Georg Jansen), Masseurin Renate Bratfisch (Inge Cremer), Koch Pierre Bratfisch (Helmut Peters), Fahrlehrer Peter Bratfisch (Matthias Hermanns) sowie Englischlehrer Jens Bratfisch und Gerichtsvollzieher Johann Bratfisch (jeweils Christian Krings)? Da kann man schnell den Überblick verlieren.

Für das Bühnenbild zeichneten Inge Cremer und Therese Dederichs verantwortlich. Als Souffleuse fungierte Stefanie Pretzefowsky. Abteilungsleiterin Tatjana Kolken leistete als Friseurin und Maskenbildnerin einen nicht unerheblichen Beitrag. Berthold Kaulartz „verpasste“ dem Bühnenbild einen neuen Anstrich. Das neue Stück für 2014 wurde bereits von der Theatergruppe ins Auge gefasst.

„Eine Entscheidung hierüber fällt allerdings erst im Herbst. “, schaut Michael Pretzefowsky, der wieder die Termine um die Osterzeit anvisiert, bereits in die Zukunft. Für die letzte Aufführung von „Ein Bratfisch kommt selten allein“ am 31. März (Ostersonntag) um 19.30 Uhr im Festsaal Hermanns in Rohren sind noch einige Restkarten vorhanden, die bei Stefanie Pretzefowsky unter Telefon 02472/7968 oder Telefon 0177/8406907 erworben werden können.

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