Hohe Investitionen, aber der Wasserpreis bleibt stabil

Von: P. St.
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Nordeifel. An nicht weniger als 28 Baumaßnahmen war der Wasserversorgungszweckverband Perlenbach im vergangenen Jahr in seinem Versorgungsgebiet beteiligt. Darunter waren aber nur drei selbst initiierte Baustellen, in den übrigen Fällen nutzte der Wasserversorger die Gunst der Stunde und Synergieeffekte, um bei Maßnahmen anderer Versorger auch selbst Hand an seinem Leitungsnetz anzulegen.

Die derzeit rege Bau- und Investitionstätigkeit soll auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Diese Marschrichtung des Wasserwerks fand jetzt auch in der Sitzung der Verbandsversammlung im Verwaltungsgebäude in Imgenbroich volle Zustimmung.

Die Talsohle des Wassersparens bei den 50.000 Kunden ist inzwischen durchschritten, so dass man im Wirtschaftsplan 2017 mit festen Verbrauchsumfängen in Höhe von 44 Kubikmetern pro Jahr und pro Einwohner kalkulieren kann. Aufgrund der insgesamt guten wirtschaftlichen Lage des Verbandes und erfolgreicher Sparmaßnahmen gilt schon jetzt als sicher, dass in 2017 und 2018 und wahrscheinlich auch darüber hinaus keine Erhöhung des Wasserpreises erforderlich sein wird. Der Kubikmeterpreis liegt aktuell bei 2,69 Euro (einschließlich Grundgebühr). Zuletzt wurde der Wasserpreis 2012 erhöht.

Rund 600 Kilometer Hauptleitungen umfasst das Leitungsnetz des Wasserwerks Perlenbach. Mindestens ein Prozent dieser Leitungen (ca. sechs Kilometer) soll Jahr für Jahr ausgetauscht werden, wobei 2017 sogar 7,8 Kilometer vorgesehen sind, weil zusätzlich mit dem Austausch der Hauptleitung zwischen Kleinhau und Germeter begonnen wird (Gesamtkosten für drei Jahre 2,4 Millionen Euro).

Eine beachtliche Investition in den nächsten Jahren stellt auch die Erneuerung des Hochbehälters (Gesamtkosten 350.000 Euro) dar.

Eine weitere Aufgabe, die viel Detailarbeit verlangt, steht in den nächsten beiden Jahren mit der Vorprüfung für die Standsicherheit der Perlenbachtalsperre an. Diese Überprüfung ist obligatorisch und wird alle zehn Jahre von der Talsperrenaufsicht der Bezirksregierung verlangt. Im Jahr 2019 erfolgt die fällige vertiefte Überprüfung, die Szenarien für mögliche zukünftige Belastungen der Talsperre betreffend Hochwasserereignisse, den schadlosen Abfluss in den Perlenbach und die Erdbebensicherheit entwickelt.

Die zurückliegende Prüfung aus dem Jahr 2009 bescheinigte dem Talsperrenbauwerk eine gute Qualität. Auch unter Betrachtung veränderter Niederschlagsereignisse und möglicher Auswirkungen des Klimawandels sieht Betriebsleiter Derk Buchsteiner für die Talsperre mit ihrem verlässlichen Steinschüttdamm „ein stabiles Polster an Sicherheit“ für die Zukunft. „Es besteht aktuell kein Grund zur Besorgnis.“

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