Hof bei Höfen abgebrannt: B258 teilweise gesperrt

Von: ag
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Brand Monschau
Lodernde Flammen: Das Bauernhofsgebäude brannte vollkommen nieder. Foto: Feuerwehr
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Die Scheune des Brather Hofes wurde komplett zerstört und der Wohnbereich des Gebäudes erheblich beschädigt: Menschen oder Tiere wurden bei dem Brand zum Glück nicht verletzt. Foto: psm
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Die B 258 war im Bereich der Einsatzstelle vollständig gesperrt. Am Morgen wurde dann eine Spur für den Verkehr freigegeben. Foto: Gabbert

Monschau. Die Bewohner des Brather Hofes an der B 258 zwischen Höfen und Schöneseiffen lagen in ihren Betten, als sich das Feuer ausbreitete. „Ich bin zufällig wach geworden und habe den Qualm bemerkt“, berichtete der 25-Jährige Sohn der sechsköpfigen Familie am nächsten Morgen. Er habe das Feuer gesehen und die anderen Bewohner sofort geweckt und die Feuerwehr gerufen.

„Alles andere war schon zu spät“, sagte er. Die Bewohner des Bauernhofes konnten sich ins Freie retten, verletzt wurde niemand.

Um 1.10 Uhr wurden in der Nacht zum Freitag die Feuerwehrleute von dem Alarm aus dem Schlaf gerissen. „Als wir eintrafen brannte die Scheune bereits in voller Ausdehnung und das Feuer war im Dachgeschoss und im ersten Stockwerk schon auf das Wohnhaus übergesprungen“, berichtete Feuerwehrsprecher Heiner Sauren.

Die Feuerwehr bekämpfte das Feuer mit zwei C-Rohren im Innenangriff und mehreren Rohren von außen. Dabei kamen zwei Drehleitern zum Einsatz, eine weitere wurde in Bereitschaft gehalten. Ein Rettungswagen stand jederzeit bereit.

„Die Minus-Temperaturen, böiger Wind und die nicht ausreichende Wasserversorgung in der Nähe haben uns besonders zu schaffen gemacht“, sagte Sauren. Das Löschwasser musste deshalb aus Höfen an die Einsatzstelle gebracht werden. Dazu wurden die verfügbaren Tanklöschfahrzeuge aus der näheren Umgebung herangezogen.

Die 120 Tiere kamen auch unbeschadet davon, sie waren in Stallungen abseits des betroffenen Gebäudes untergebracht. Noch in der Nacht wurde Kontakt mit dem Energieversorger aufgenommen, um den Melkbetrieb mit Notstromaggregaten aufrecht erhalten zu können, nachdem das Feuer die Infrastruktur des Gebäudes zerstört hatte. Die Scheune wurde nach Angaben der Feuerwehr komplett zerstört und der Wohnbereich erheblich beschädigt.

Die Feuerwehr war am Freitag noch lange mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt. Dabei wurde der verkohlte Dachstuhl mit der Motorsäge zerlegt, während die Bewohner versuchten, Kisten mit ihrem Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Die 96 in eisiger Kälte arbeitenden Einsatzkräfte wurden vom DRK, Frauen der Löschgruppe sowie den Bewohnern des Hofs versorgt.

Die Bundesstraße 258 war im Bereich der Einsatzstelle vollständig gesperrt, am Morgen wurde eine Spur für den Verkehr freigegeben. Eine Baustellenampel und Feuerwehrleute regelten den Verkehr. Die Kriminalpolizei wird unter Hinzuziehung eines Sachverständigen mit den Ermittlungen der Brandursache beginnen.

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