Hürtgenwald-Vossenack - Hörspiel über Nahtod-Erfahrungen begeistert

Hörspiel über Nahtod-Erfahrungen begeistert

Von: avl
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Der Autor Wolfgang Rosen (3. von rechts) traf mit seinem Bühnenhörspiel den Nerv seines Publikums. Foto: Bert van Londen

Hürtgenwald-Vossenack. Allein der Titel der Veranstaltung „Ich bin mal eben tot“ warf Fragen auf, machte neugierig. Aber wer im Kloster-Kultur-Keller des Kloster Vossenack lediglich Klamauk erwartete, erfuhr stattdessen, das Lachen und Weinen sehr eng beieinander liegen können. Kenner wissen längst, dass die ausgesuchten Veranstaltungen des Kulturbetriebes des Klosters von besonderer Güte sind.

Seit der Kloster-Kultur-Keller an den Start ging, steht Bruder Wolfgang Mauritz für die Qualität der unterschiedlichen Kunstgenres, die in regelmäßigen Abständen stattfinden. So auch bei der Wahl von Wolfgang Rosen mit seinem Bühnenhörspiel „Ich bin mal eben tot“.

Das Bühnenhörspiel basiert auf einem Doku-Roman von Wolfgang Rosen und Michael Thelen, der Hauptfigur des Romans. Er handelt von seiner Nahtod-Erfahrung nach einem Herzinfarkt, von Komaträumen, einer inneren Zerrissenheit in der Genesungszeit und von dem Kampf, das Leben wieder anzunehmen.

Sowohl die Traumwelt als auch die reale Welt werden spannend und mit einem Schuss schwarzen Humor dargestellt. Besonders die Phase des Aufwachens führt zu skurrilen Begebenheiten. Der Patient vermischt in seiner Wahrnehmung und in seinem Verhalten reale Welt und Komaträume.

Wolfgang Rosen präsentierte die Geschichte in einer atmosphärischen Klangkulisse. Dabei begleiteten Musik- und Klangteppiche sowie Alltagsgeräusche die Ausschnitte des Romans. Dabei beleuchtete Rosen vor allem den Augenblick des Infarktes, das Innenleben des Patienten während seines Komas und wie das auf die wiedererlangte Realität stößt.

Dem Autorenteam gelang es ausgezeichnet, die Dramatik des Geschehens und auch die gelegentlich daraus resultierenden humorvollen Begebenheiten herauszuarbeiten. Für die Zuhörer war die Lesung ein ausgesprochen vielschichtiges Erlebnis, dass sie dazu bewegte, im Anschluss an die Lesung das Gespräch mit Wolfgang Rosen zu suchen und sich den Roman signieren zu lassen.

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