Höhepunkt der Corneliuskirmes: Fast 100 Schläge beim Hahneköppen

Von: fm
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Seine Mitstreiter um die Königswürde ließen Heinz-Dieter Stein nach seinem erfolgreichen Treffer unter dem Jubel der Dorfbevölkerung hochleben.

Rohren. Bei der Corneliuskirmes in Rohren stand zum Wochenbeginn das Hahneköppen auf dem Programm. Die Hitze der letzten Tage hatte deutlich nachgelassen. Es blieb aber trocken. Ideale Voraussetzungen, um das Hahneköppen wie im letzten Jahr im Freien stattfinden zu lassen. Eine kleine Wiese neben dem Festsaal Hermanns war für den Wettbewerb hergerichtet.

In gebührendem Sicherheitsabstand zur Wiese hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden, um das traditionelle Spektakel bei einem kühlen Bier zu verfolgen. Die Organisation des Wettbewerbs lag wieder in den Händen der Bergwacht Rohren. Mike Gabbert moderierte die Veranstaltung.

Unter den zahlreichen Gästen an diesem Nachmittag begrüße er ganz besonders Ortsvorsteherin Waltraud Haake. Gleich danach bat er die Kandidaten für das diesjährige Hahneköppen am reservierten Tisch auf der Wiese Platz zu nehmen. In diesem Jahr bewarben sich acht junge Männer aus Rohren um die Nachfolge von Matthias Kaulard, der im letzten Jahr dem Hahn den entscheidenden Schlag versetzte. Die Reihenfolge im Wettbewerb ermittelte das Los.

Andreas Kirch trat als Erster an. Ihm folgten nacheinander Michael Pretzewofsky, Jörg Roderburg, Stephan Volpatti, Burghardt Mathar, Achim Mathar, Hans-Dieter Stein und Siegfried Carl. Jeder Kandidat durfte zweimal zuschlagen. Gelang der erste Schlag nicht einwandfrei, bestand immer noch die Chance, es im zweiten Versuch besser zu machen.

Im jetzt folgenden Wettbewerb rief Frank Lauscher die Kandidaten in der festgelegten Reihenfolge auf. Ehe die Bewerber um die neue Königswürde loslegten, standen dem alten König Matthias Kaulard noch zwei Ehrenschläge zu. Alle acht Kandidaten gingen mit viel Ehrgeiz zu Werke. Ihre wuchtigen Schläge verfehlten selten das Ziel. In den ersten Runden zeigten die Treffer nur wenig Wirkung. Hin und wieder fielen ein paar Federchen zu Boden. Korb und Hahn blieben weitgehend unversehrt. Es war bald klar: der diesjährige Wettbewerb würde sich deutlich länger hinziehen als im letzten Jahr. Erst nach 80 Schlägen änderte sich das Bild. Der Korb war leicht ramponiert von den vielen Treffern und der Federschmuck hing nur noch an wenigen Drahtfäden. Mit rhythmischem Zurufen feuerten die Zuschauer die einzelnen Kämpfer an.

Die Entscheidung zog sich aber noch bis zum 95. Schlag hin. Heinz Dieter Stein war wieder aufgerufen. Es war klar, würde er treffen, war ihm die Königswürde gewiss. Nach langer Konzentration holte er zum entscheidenden Schlag aus und stand als neuer Hahnenkönig in Rohren fest.

Seine Mitstreiter zeigten sich als faire Verlierer und gratulierten spontan dem neuen König. Ihnen folgte anschließend noch eine lange Reihe von Freunden, Verwandten, Nachbarn und Bekannten, die es sich nicht nehmen ließen, dem neuen König ihre Ehre zu erweisen.

Anschließend feierten die Rohrener noch lange mit dem neuen König Heinz-Dieter und seiner Königin Tanja den gelungenen Abschluss des Kirmesmontags. Heinz-Dieter Stein trug sich zum ersten Mal in die lange und ehrwürdige Reihe der Rohrener Hahnenkönige ein.

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