Historisches Dorfmuseum: Ausstellungsstücke gesucht

Von: P. St.
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Das historische Dorfmuseum im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus Steckenborn nimmt Gestalt an. Federführend hat den Aufbau der Einrichtung der Vorstand des Ortskartells ( v. li. Alex Stiel, Frank Lutterbach, André Koll und Christof Hilger in die Hand genommen. Foto: P. Stollenwerk
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Alte Aufnahmen aus Steckenborn lassen den Besucher in der Geschichte des Dorfes blättern. Foto: P. Stollenwerk

Steckenborn. Das Bewusstsein für das historische Erbe ist auch in den ländlichen Gebieten in den zurückliegenden Jahrzehnten immer stärker gewachsen. Das Bauernmuseum Lammersdorf und das Bauernmuseum Eicherscheid beispielsweise geben Zeugnis vom Leben und Arbeiten in früherer Zeit in der Nordeifel.

Auch in Steckenborn sind seit geraumer Zeit einige engagierte Kräfte am Werk, um der jüngeren Geschichte des Dorfes ein Gesicht zu geben. Zurzeit entsteht im alten Feuerwehrgerätehaus ein historisches Dorfmuseum, das im Oktober eröffnet werden soll.

Nachdem das alte Gerätehaus im Jahr 2012 aufgegeben wurde und an seine Stelle der Neubau auf der gegenüberliegenden Straßenseite In Steckenborn errichtet wurde, war über die Folgenutzung schon längst entschieden, denn mit seiner Idee, hier ein Dorfmuseum zu schaffen, hatte der frühere Ortsvorsteher Alex Stiel beim Ortskartell offene Türen eingerannt. Schon bei der 500-Jahrfeier Steckenborns im Jahre 2005 gab es erste konkrete Gedankenspiele für die Einrichtung eines Museums.

So wurde das markante, 1955 erbaute und bezogene Bruchsteingebäude mit dem Sirenenturm, von der Gemeinde Simmerath auf der Grundlage eines 30-jähriges Pachtvertrages vom Ortskartell Steckenborn übernommen.

Nachdem das Gebäude innen umgestaltet und renoviert wurde, soll Steckenborns Historie hier anschaulich werden. Eine Vielzahl alter Fotos von Personen, Gebäuden und Festlichkeiten auf beschichteten Kunststoffplatten haben bereits Platz gefunden und lassen den Besucher in der Dorfgeschichte blättern, aber das Museum ist noch weit von seiner kompletten Ausstattung entfernt. Daher wurde die Bevölkerung aufgerufen, Ausstellungstücke und Gegenstände, die in Zusammenhang mit der Steckenborner Dorfgeschichte stehen, dem Museum leihweise zur Verfügung zu stellen.

Die Einwohnerentwicklung des Ortes seit seiner erstmaligen urkundlichen Erwähnung im Jahre 1505 ist bereits ansprechend dargestellt, und ein 250 Jahre alter Webstuhl aus Steckenborn hat auch schon seinen Platz gefunden. Ein Butterfass aus der Vorkriegszeit, eine Zentrifuge und altes Mobiliar sind weitere Blickfänge in dem Raum, wo einst das Steckenborner Feuerlöschfahrzeug stand.

Ins Auge fällt auch eine geschnitzte Holzsäule, die einst die Kanzel in der alten Steckenborner Pfarrkirche abstütze. Das alte Stück wurde zufällig in Lammersdorf gefunden.

„Wir wollen kein Bauernmuseum für Steckenborn errichten“, sagt Initiator Alex Stiel; dafür reiche auch der Platz nicht aus. Stattdessen konzentriere man sich lieber auf außergewöhnliche Ausstellungsstücke, wie zum Beispiel ein altes Kleid der früher in Steckenborn lebenden und weit über den Ort hinaus bekannten Wundheilerin Maria Katharina Koll.

„Es geht uns darum, die Vergangenheit des Ortes für die Zukunft zu bewahren“, unterstreicht Ortskartellvorsitzender Christof Hilger. „Da wird es höchste Zeit.“

Im Oktober soll das Steckenborner Dorfmuseum eröffnet werden. Der Vorstand des Ortskartells würde sich wünschen, wenn sich ein Arbeitskreis bilden würde, der den weiteren Aufbau des Museums betreut. Selbstverständlich soll das Dorfmuseum auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Derzeit ist daran gedacht, einen Schlüssel in der Nachbarschaft zu deponieren.

Die obere Etage des alten Feuerwehrhauses wird nicht Teil des Dorfmuseums. Aus dem früheren Versammlungsraum soll einmal ein Raum für die Jugend werden, aber das ist jetzt noch Zukunftsmusik.

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