Historische Kutschen bei Fahrturnier in Eicherscheid

Von: ale
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Augenmaß und ein wenig Risikobereitschaft gehörte dazu, den Hindernisparcours erfolgreich hinter sich zu bringen. Hier steuert Nicole Müller mit Hans-Willi Schophoven als Beifahrer ihren Zweispänner. Foto: A. Lauscher

Eicherscheid. Ein bisschen zu warm war es beim Fahrturnier des Reit- und Fahrvereins Eicherscheid, die Gespannfahrer kamen am Sonntag in ihren Schutzwesten gehörig ins Schwitzen. Für die Zuschauer wurde es ein abwechslungsreicher Tag, sowohl Ponys als auch Großpferde zeigten gute Leistungen, über 90 Starts wurden absolviert.

Die Ausschreibung berücksichtigte besonders deshalb auch die Kaltblüter, weil in diesem Jahr das beliebte Nationalpark Kaltblutfestival in Eicherscheid entfallen muss; es wäre genau auf den Termin der Deutschen Meisterschaft für Rückepferde gefallen, und man hätte eine zu geringe Beteiligung erzielt. Jetzt hatten die Fahrer der Kaltblutgespanne Gelegenheit, ihr Können im Hindernisfahren zu messen. Franz-Karl Boden vom gastgebenden Verein, der Natascha angespannt hatte, gewann hier die Kombinierte Prüfung, die sich aus Dressur, Hindernisfahren und einem kombinierten Hindernisfahren (inklusive zweier fester Hindernisse) zusammensetzt.

Am Vormittag liefen die Dressurprüfungen vor einem fachkundigen Publikum ab, sowohl die kleinen, als auch die großen Kutschpferde lieferten gute Leistungen in Harmonie mit ihren Fahrern im Dressurviereck.

Dann ging es ans Hindernisfahren auf dem Hauptplatz; ein kniffliger Parcours war aufgebaut worden, die Hindernisse waren durch Kegel begrenzt, auf denen ein kleiner Ball lag. Wenn die Kutsche nicht ganz exakt durch das Hindernis fuhr, fiel ein Ball herunter, das gab Strafsekunden. Manche rasante Fahrt der Ein- und Zweispänner wurde mit bewunderndem Applaus belohnt.

Eine besondere Augenweide boten zwei Gespanne, die an einem „Traditionsfahren“ teilnahmen: Historische Kutschen, die älter als 60 Jahre waren, wurden angespannt. Holger Twardy, RuFV Eicherscheid, bekam die beste Bewertung. Der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins, Hans-Willi Schophoven, freute sich sehr über die gute Beteiligung, aus der Eifel, aus Belgien und den Niederlanden waren Fahrer gekommen.

Aber auch aus den eigenen Reihen machten viele Fahrer mit. „Wir haben in den letzten Jahren etliche Lehrgänge für den Fahrsport in unserem Verein angeboten, die Arbeit trägt jetzt Früchte“, sagte der Vorsitzende. So fuhr beispielsweise René Jansen seinen Zweispänner Max/Damon zum zweiten Platz in der kombinierten Wertung der Klasse E.

Das Helferteam bekam von allen Seiten hohes Lob: Im Parcours und an der Melde- und Rechenstelle wurde für einen reibungslosen Ablauf und korrekte Auswertung gesorgt, die „Küchenmannschaft“ bot leckere und preiswerte Verpflegung an. Schöner Blumenschmuck auf den Tischen im Verpflegungsbereich rundete das einladende Erscheinungsbild ab.

Kreismeister des Kreisverbands Aachen wurde Siegfried Sergel, den zweiten Platz in dieser Wertung belegte Erika Hoppstein, und Monika Zeiher wurde Dritte.

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