Roetgen - Hip-Hop-Song lockt auf die falsche Fährte

Hip-Hop-Song lockt auf die falsche Fährte

Von: mxs
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Christopher Albrecht ist Bürokaufmann, Torwart des FC Roetgen und Hip-Hop-Musiker, der nun einen Song über Alkohol komponiert hat.

Roetgen. „Du & Ich, wir trafen uns vor vielen Jahren, haben ganze Nächte zusammen verbracht, Du lagst in meinem Schoß.“ Bei diesem Einstieg in einen Song wird wohl niemand vermuten, dass dieser sich um das Thema Alkohol dreht. Alkohol ist die Volksdroge Nummer eins und sicherlich ein ernstes Thema – aber kein Grund, sich nicht musikalisch an das Thema heranzutrauen, denkt Christopher Albrecht aus Roetgen.

Er selbst hat sich den Künstlernamen „Homeerun“ gegeben hat. Er und sein Musiker-Kollege Eddy Brix haben daher das Lied „Du & Ich“ über dieses Thema geschrieben und nennen es eine „Hommage an den Alkohol“.

Höre man das Lied, denke man zunächst daran, dass es „um die Beziehung zu einer Frau geht, jedoch nur so lange, bis der Refrain beginnt“, erzählt Albrecht, der für seinen Hip-Hop-Song ein Thema finden wollte, „das viele betrifft und auch anspricht“. Man solle das Thema Alkohol nicht verherrlichen, jeder müsse selbst über seinen Umgang mit Alkohol entscheiden, doch man solle auch nicht alles zu ernst nehmen und den Spaß nicht verlieren, ist seine Devise.

Die Grundidee zu diesem Song sei gewesen, ein Lied über Frauen zu schreiben, das aber in Wirklichkeit auf ein ganz anderes Thema anspiele und dann durch seine Wendung überrasche. Dies sei auch im Video zu sehen, in dem Christopher und seine Helfer sich „schick gekleidet haben, was nicht typisch ist für das Hip-Hop-Genre“.

Doch er wolle dadurch mehr Menschen erreichen. Das aktuelle Album sei „so gut wie fertig“ und beinhalte zehn selbst produzierte Stücke. Er wolle lediglich noch Flyer drucken lassen und hauptsächlich auf seiner Internetseite ein wenig Werbung machen.

Der Bürokaufmann, hobbymäßig Torwart der ersten Mannschaft des FC Roetgen in der Fußball-Bezirksliga, hat seit 2005 insgesamt bereits über 70 Lieder selber geschrieben, die querbeet alle Themen des Alltags behandeln. Dabei sei es sein Stil, Themen teils extrem darzustellen, um aus der Masse herauszustechen. Er hat auch schon an einer Livesendung im Radio mitgewirkt: „Das war für mich natürlich ein schönes Erlebnis und hat viel Spaß gemacht“, hofft er, noch einmal eine solche Möglichkeit zu bekommen.

Leute, die das Thema des Liedes kritisieren und es als Verherrlichung ansehen, stellen für ihn kein großes Problem dar. „Ich bin da relativ schmerzfrei und außerdem noch nicht drauf angesprochen worden. Man darf auch nicht direkt alles zu ernst nehmen“, sagt der 27-Jährige.

Für den Fall, dass das Album, das er am 22. Oktober in Walheim im Rahmen einer kleinen Fete vorstellen wird, erfolgreich sein sollte, will Albrecht sich bei einer Plattenfirma bewerben, um eventuell einen Plattenvertrag zu bekommen. Auftritte auf der Bühne seien dabei für ihn ein großes Ziel. „Man muss jedoch realistisch bleiben in diesem Geschäft“, ist er nicht zu euphorisch und weiß um die Gesetzmäßigkeiten in der Musikbranche.

Doch auch, wenn es mit dem großen Geschäft nicht funktionieren sollte, steckt für Christopher Albrecht „viel Herz und Arbeit“ hinter seinem großen Hobby der Musik. Dies ist auch das Credo auf seiner Homepage, auf der er beschreibt, was Musik für ihn ist: „Sie ist vor allem ein Weg ist, Sprache auf eine Art und Weise zu transportieren, die unter die Haut geht. Ich finde es immer wieder spannend, einen Songtext zu schreiben, sich danach das Lied anzuhören und sich dabei selbst zu beobachten, wie die Wirkung der Worte Andere und mich selbst verändern.“

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