Himmelsleiter für SPD-Kandidat Harzheim „nicht das größte Problem”

Von: ag
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Für eine vernünftige Verkehrsführung auf der „kleinen Himmelsleiter” zwischen Roetgen und Fringshaus hat sich auch Simmeraths SPD-Bürgermeisterkandidat Gregor Harzheim ausgesprochen. Foto: Ernst Schneiders

Lammersdorf. „Absolute parteipolitische Neutralität” will SPD-Kandidat Gregor Harzheim im Falle einer Wahl zum Bürgermeister wahren. Auf der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Lammersdorf-Paustenbach betonte Harzheim, dass er keine Partei oder Gruppierung bevorzugen werde.

Im Falle der Wahl wird er alle politischen Ämter niederlegen. „Nach meiner Wahl zum Bürgermeister wird die SPD nicht die Rolle spielen, die jetzt die CDU spielt.” Politik und Verwaltung, Ratsmitglieder und erst Recht der Bürgermeister hätten den Bürgern zu dienen - „und sonst nichts”, betonte der SPD-Kandidat nachdrücklich.

Zum Thema Verkehr in Lammersdorf sagte Harzheim, dass man offen mit den Bürgern über die Möglichkeit einer Umgehungsstraße nachdenken müsse. Dabei ließ er keinen Zweifel daran, dass dies ein „langwieriges und schwieriges Verfahren” werde. Wenn eine Ortsumgehung für Kesternich nötig sei, dann sei dies auch für Lammersdorf der Fall.

Den Streit um die Zuständigkeit der Wassereinbrüche bei Starkregen im Neubaugebiet Mittelvenn nannte Harzheim „ein Beispiel dafür, wie man als Verwaltung mit den Bürgern nicht umgehen darf”. Es dürfe nicht sein, dass sich diese nicht verantwortlich fühle. Es gebe Möglichkeiten, schnell und unbürokratisch zu helfen.

Die Verkehrslenkung auf der kleinen Himmelsleiter ist für den SPD-Politiker „nicht das größte Problem, das wir haben”. Die so genannte 2+1-Lösung ist in seinen Augen eine „relativ gute Lösung”. Allerdings fragte er sich, warum man vorher Geld in den Bau der „Mäusetunnel” investiert habe, wenn es sich nur um eine vorübergehende Maßnahme handele. „Erst denken, dann bauen”, forderte Harzheim.

Beim Thema Krankenhaus sprach Harzheim vorsichtig von einem Etappensieg und rief die Mitglieder des Ortsvereins auf, sich weiter für den Erhalt des Krankenhauses zu engagieren. Er zeigte sich bedrückt darüber, dass „die ursprünglich geplante neurologische Rehabilitation nicht gekommen ist”.

Die Folge seien 33 Entlassungen. In diesem Zusammenhang bat er das Komitee zur Rettung des Krankenhauses, sich auch mit diesem Sachverhalt zu beschäftigen. „Es läuft jetzt nicht alles von selbst”, mahnte Harzheim und rief auf, weiter Druck von allen Seiten zu machen.

Höfener Schwanenteich

Auch Uwe Zink, Umweltdezernent beim Kreis Aachen, nutzte die Gelegenheit sich den Genossen vorzustellen. Er wird für das Amt des künftigen Städteregionsrates kandidieren.

Zunächst erläuterte Zink nochmals ausführlich die Gründe, warum auch im Fall des Höfener Schwanenteiches das Multibarriere-System zum Schutz des Trinkwassers Anwendung finden müsse. Dieses System sehe vor, dass Belastung dort verhindert werden muss, wo sie entsteht. Aus diesem Grund hätten damals auch die privaten Kleinkläranlagen weichen müssen.

Im Falle des Teiches handele es sich um ein künstliches Bauwerk und damit sei es Regeln unterworfen. Die Stadt Monschau werde deshalb nicht anders behandelt als Privatleute mit ihren Kläranlagen. „Keiner will den Schwänen was”, betonte Zink. In dem Teich müsse lediglich für 1500 Euro Schilf angepflanzt werden „und gut ist”.

Im Sinne der Trinkwasserqualität sei es besser, 1500 Euro zu investieren, als über eine 200 Millionen teure Olefleitung nachdenken zu müssen, die vor etwa 15 Jahren diskutiert wurde, als es noch Empfehlungen gab, das Trinkwasser abzukochen. Zink sagte, nach einem Treffen mit Monschaus Bürgermeister Steinröx sei die Sache nun geregelt, die Stadt Monschau werde das Schilf nun anpflanzen.

Für Uwe Zink sind drei Dinge wichtig, die er im Falle der Wahl zum Städteregionsrat umsetzen möchte. Dazu gehört die Stärkung der Wirtschaft. „Ohne geht gar nichts, die Wirtschaft muss funktionieren, um Sozialausgaben finanzieren zu können”, sagte Zink.

Das zweite Schlagwort lautet für Zink „Menschen stark machen”. Damit verbindet er vor allem die Bildungspolitik. Bildung sei die Stärke der Aachener Region mit ihren Schulen und Hochschulen. „Wissen ist unsere Ressource”, betonte Zink. Sein drittes Schlagwort lautet „Die Region stärken”. Mit 570000 Menschen sei die zukünftige Städteregion die zehntgrößte Gebietskörperschaft im Bundesgebiet.

Es gelte in Zukunft, den Kontakt zu den Nachbarn jenseits der Grenze zu suchen. Gemeinsam mit dem niederländischen Limburg und der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien könne die Region noch stärker auftreten.

Zink will die Eifel mit vertreten und versprach, dass diese nicht „links liegen gelassen wird”. Er will in der Städteregion für den Ausgleich zwischen Städten und Gemeinden stehen.
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