Lammersdorf - Hilfeleistungen äußerst gefragt

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Hilfeleistungen äußerst gefragt

Von: M. S.
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Urkunden und Ehrennadel für verdienter VdK´ler Willy Schroeder vom Bezirksvorstand (rechts) zeichnete langjährig treue Jubilare aus. Foto: Manfred Schmitz

Lammersdorf. „Früher dachte ich, wenn der Name V–d-K fiel, an im Zweiten Weltkrieg verwundete Soldaten, Opfer von Kämpfen und deren Spätfolgen in der Zivilbevölkerung, kurz: an dauerhaft invalide Veteranen und greise, gebrechliche Mitbürger, die nach einer Generation in unsere Gesellschaft integrierbar sein würden. Damit hätten sich die ursprünglich gesteckten Verbandsziele und –zwecke erfüllt.“

Nicht nur Franz–Josef Hammelstein, Vorsitzender des Sozialausschusses im Simmerather Gemeindeparlament, hat seine Meinung über die Angehörigen im größten deutschen „Sozialverband der Kriegs– und Wehrdienstopfer, Behinderten und Rentner“ im Laufe der Jahre revidiert.

Denn der VdK entwickelte sich inzwischen zum demografischen Spiegel, zum Sachwalter der Hilfsbedürftigen aller Generationen. Deren Zahl steigt kontinuierlich (Verkehrsunfälle). Doch die Betroffenen wissen sich an der Seite mit dem Partner VdK in einem modern geführten Bündnis, das ihre Interessen engagiert und kompetent vertritt, hilfreiche Antworten auf die Fragen von Menschen mit vielfältigen Handicaps gibt. Dies offenbarte sich Montag im Rahmen der Generalversammlung des VdK–Ortsverbandes Lammersdorf.

Im Hotel „Lammersdorfer Hof“ begrüßte Vorsitzender Heinrich Poschen über 60 Mitglieder und Gäste, die er durch eine prall gefüllte Tagesordnung führte.

Kassierer Manfred Scheen berichtete von „gutem Überschuss unserer Finanzen“. Dies bestätigten die Kassenprüfer Achim Wittmer und Gerd Salemink. Willy Schroeder, kommissarischer zweiter Vorsitzender des Kreisverbandes Aachen mit derzeit 7500 Mitgliedern, erfüllte „gern die freudige Aufgabe“, neun VdK–Jubilare mit Urkunden und Verdienstnadeln zu ehren. Auf zehnjährige Zugehörigkeit blicken Regina Bongard, Maria Braun, Walter Claßen, Karin Dreßler, Rainer Kaulard, Hedwig Kremer und Rolf Runge zurück. Mit mehr als 25 Jahren im Besitz eines VdK–Ausweises sind Ernst Baltus und Ilse Lauffs verbandstreue Silberjubilare.

Alois Goffart referierte über das Wesen des christlich–ambulanten Hospiz–Dienstes unter sozialrechtlichen Aspekten. In seinem Jahresbericht reflektierte Schriftführer Andreas Lennartz die Personalentwicklung des Lammersdorfer Ortsverbandes. Seine beredte Statistik belegt, dass die Mitgliedszahlen kontinuierlich steigen, das Durchschnittsalter der VdK´ler sinkt dagegen seit längerem.

So stehen 2013 elf Sterbefällen bzw. Austritten 26 Neuaufnahmen gegenüber. Der aktuelle Personalbestand umfasst 238 Männer und Frauen. Das Gros von ihnen (95) lebt in Lammersdorf, der Rest verteilt sich auf Simmerath, die Rurseeorte, Strauch und Steckenborn. 38 Mitglieder sind zudem in Monschau, Roetgen, Eicherscheid, Jülich, Stolberg, Nideggen, Heimbach und sogar Bergisch Gladbach zu Hause.

Frappierend der steile Anstieg an akuten Hilfeleistungen und Beratungen durch den Ortsverband. 2006 wandten sich 22 Mitglieder mit der Bitte um Beistand, Rat und Rechtshilfe an den Vorstand. Das Führungsgremium leistete damals in 57 Fällen versiert wirksame Unterstützung. Seither erhöhten sich die Mitglieder-Notfälle auf den Rekord in 2012 (97 Antragsteller, 310 erbrachte Leitungen).

Am 10. Mai lädt der Lammersdorfer VdK–Ortsverband zur Jahresfahrt, es geht zum Vulkan–Express (Brohltalbahn), Besuch des Altstadtfestes samt Künstlermarkt in Ahrweiler inklusive. Start: 8.30 Uhr, ab Kirche Lammersdorf. Anmeldungen bei Manfred Scheen, Telefon 02473/7706 erbeten.

Vor abschließend gemeinsamem Imbiss teilte der Vorstand mit, dass Mitglieder und Interessenten jeden Monat zum rege frequentierten VdK–Stammtisch geladen sind, der sich donnerstags, ab 15 Uhr, im Evangelischen Gemeindezentrum Bahnhofstraße trifft.

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