Hier wird Inklusion gelebt: Katholische Kita Monschau präsentiert sich

Von: ale
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„Wie macht er das bloß?“, fragten sich die staunenden und begeisterten Kinder bei den Vorführungen von Zauberer Josef Schafen. Foto: A. Lauscher

Monschau. Es herrschte ein reges Kommen und Gehen beim „Tag der Offenen Tür“ in der katholischen Kindertagesstätte St. Ursula in Monschau. Am Samstag präsentierte sich der Kindergarten als moderne inklusive Einrichtung.

Den Kindern machte es viel Freude, „ihren“ Kindergarten den Eltern und Großeltern zu zeigen. Und die Leiterin, Ingrid Schröder, nutzte viele Gelegenheiten zum Gespräch mit den Gästen. „Wir möchten unsere pädagogischen und therapeutischen Konzepte darlegen. Unser Haus besuchen 30 Kinder aus allen Orten rund um Monschau, davon zehn mit besonderem Förderbedarf. Durch die exponierte Lage hier in der Kirchstraße haben wir ein kleines feines Außengelände, müssen aber auch damit leben, dass der einzige Kindergarten in Monschau nicht ganz leicht zu finden ist“, erläuterte Ingrid Schröder.

Sie hoffe, demnächst die Erlaubnis zu erhalten, an der Mauer auf dem Zuweg ein Hinweisschild anbringen zu können.

„Es ist schön zu erleben, wie die Kinder sich wohlfühlen“, hörte man den Kommentar einer Besucherin, die beispielsweise die selbst gebastelten Musikinstrumente bestaunte: Aus Alltagsmaterialien wie kleinen Dosen, Knöpfen oder Kronenkorken waren richtige Percussion-Instrumente entstanden: Rasseln, Klappern und ein Regenmacher. „Die Entdeckungsknirpse forschen gerne, wir stellen ihnen wertfreies Material zur Verfügung, womit sie allerhand ausprobieren können. Kartons sind beispielsweise sehr beliebt“, erläuterte Renate Hermanns, eine pädagogische Fachkraft.

Ihre Kollegin Claudia Heck stellte „Finchen“ vor, eine Schnecke aus Stoff, die die Kinder in ganz spezieller Weise anspricht: „Wenn Finchen Hilfe braucht und nicht mehr weiter weiß, machen die Kinder Vorschläge. Auf diese Weise werden sie ermutigt zu experimentieren. Sie können etwas bewirken und dadurch lernen.“

„Alle Kinder nehmen an allen Angeboten teil, und alle profitieren davon“, betonte Ingrid Schröder, „hier wird die Inklusion in einer selbstverständlichen Art gelebt.“

Spiel und Spaß kamen auch nicht zu kurz, in der Turnhalle hatte sich eine Schar von großen und kleinen Zuschauern versammelt, als der Zauberer Josef Schafen aus Jülich seine Kunst zum Besten gab.

Mit offenem Mund staunten die Kinder über die Tricks und die lustigen Vorführungen; manch kleiner Assistent durfte mitwirken. Anschließend standen in der Cafeteria leckere Kuchen und Getränke bereit.

Die Kinder und ihre Gäste verbrachten äußerst erlebnisreiche und lebendige Stunden. „Ich kann von allen meinen Mitarbeiterinnen sagen, dass sie engagiert arbeiten, dass sie kreativ und offenherzig sind. Wir haben Spaß daran, mit Menschen umzugehen“, fasste Ingrid Schröder zusammen.

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