Herrensitzung Lammersdorf: Wer da war, der wird wiederkommen

Von: ho
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Wo ist denn das Mariechenkostüm? Sängerin „Cat“ verließ das Festzelt deutlich leichter bekleidet, als sie es betreten hatte. Als gute Gastgeber sahen die Mitglieder der Prinzengarde Lammersdorf über diesen Makel selbstredend großzügig hinweg. Foto: Hoffmann

Lammersdorf. Als am Sonntagnachmittag im Festzelt auf dem Dorfplatz gegen 15.30 Uhr der fast fünfzig Jahre alte Stones-Hit von der unerfüllten Zufriedenheit („I can´t get no satisfaction“) aus über 600 Männerkehlen ertönte, neigte sich die Herrensitzung der Lammersdorfer Karnevalsfreunde langsam dem Ende entgegen.

Die Band „Hätzblatt“ hatte zum finalen Countdown einer der größten Kult-Männerveranstaltungen in der Region geblasen und nach über vierstündigem Sitzungsprogramm nochmals alle Kräfte bei den Herren der Schöpfung mobilisiert.

Auch wenn der Besucherrekord vom letzten Jahr (700) mit 630 Teilnehmern bei der jetzigen 15. Veranstaltung dieser Art nicht gebrochen wurde, war der allgemeine Tenor zu Programm und Stimmung positiv. Präsident Thomas Matheis hatte pünktlich um 11 Uhr zusammen mit Prinz Thomas I. die Sitzung eröffnet und rechnete dem Publikum vor, dass seit 1999 auf den Herrensitzungen über 8000 Besucher zu verzeichnen waren, die sich 126.000 Gläser Bier (über 25.000 Liter) einverleibt hatten.

Die aus der gesamten Nordeifel, Aachen und auch aus Harsewinkel angereisten Männer wenig bemühten sich, an diese Bilanz anzuknüpfen, während zunächst einmal die Feuerwehr in Gestalt von Wehrmann Kresse (Klaus Bömeke aus Köln) anrückte. Nachdem er mit Rollerskates zum Brandherd auf die Bühne gefahren war, zog er dort teils deftig vom Leder, um das Stimmungsbarometer als Eisbrecher hochzufahren.

Echte Stimmungskanonen

Hiernach spielte die Band „De Vajabunde“ auf, welche das männliche Publikum aber noch nicht so richtig von den Stühlen reißen konnte. Damit hatte „Oli der Köbes“ (Oliver Materlik aus Langenfeld), der im Lammersdorfer Zelt seine Premiere feierte, überhaupt keine Probleme. Der Büttenredner entpuppte sich als echte Stimmungskanone, bei dem das Publikum ohne große Aufforderung begeisterte Gesänge anstimmte.

Das Eis im Zelt war endlich gebrochen, und zum großen Vergnügen der anwesenden Männerwelt bezeichnete Oli seine Frau als Gehaltszerstäuberin und bemerkte in Richtung Nummerngirl: „So viel Pudding und keine Löffel!“. Musikalisch ging es dann im Programm mit den „Ratsherren Unkel“ weiter. Die neunköpfige Blasmusik-Boygroup brannte über dreißig Minuten ein Blechmusik-Feuerwerk mit alten und neuen Karnevalsliedern ab. Da war auch Präsident Matheis begeistert, der die Ratsherren zu einer Zugabe und zum Wiederkommen aufforderte.

Etwas fürs Auge boten die „Galaxy Dancers“ der KG Oecher Prente. Der Showtanzgruppe aus Aachen schloss sich danach die Sängerin Cat an, die im Mariechenkostüm die Bühne betrat, diese aber zur Begeisterung der Männer deutlich leichter bekleidet wieder verließ.

In eine ähnliche Rubrik war anschließend die Darbietung von Nummerngirl „Natiish“ einzuordnen, welche nach dreistündigem Feiern dazu führte, dass die Bühne von strahlenden und offensichtlich überglücklichen Männern belagert wurde. Danach wurde es wieder seriöser und nach einjähriger Abstinenz empfingen die Vertreter des starken Geschlechts sie mit offenen Armen. Der Darling der Herrensitzung war wieder da: Roberta. Der knapp 150 Zentimeter große Temperamentsbolzen mit Ausstrahlung und Hammerstimme begeisterte wieder einmal alle Besucher, auch wenn die rosafarbene kurze Lederhose der Sängerin bei manchen Fans Befremden auslöste.

Letztlich aber nebensächlich, da sich alle Männer beim abschließenden „Simply the best“ von Roberta glücklich in den Armen lagen. Zum krönenden Abschluss brachte die Band „Hätzblatt“ aus Kreuzau nochmals viel Stimmung ins Festzelt. Die Musiker um Frontmann Manfred Baur entlockten die letzten Kraftreserven.

Am Ende der Herrensitzung waren alle Beteiligten vom Feiern erschöpft und versicherten sich gegenseitig: „Im nächsten Jahr kommen wir wieder!“.

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