Herrensitzung der Lammersdorfer Karnevalsfreunde ein voller Erfolg

Von: ho
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Lammersdorf. Unzählige Bierchen, Berge von Mettbrötchen, hübsche kölsche Mädchen, rund 500 glückselige Männer und ein gutes Programm waren die Grundlage dafür, dass das sogenannte starke Geschlecht sich am Ende zufrieden auf den Heimweg machte.

Die 19. Herrensitzung der Lammersdorfer Karnevalsfreunde hatte einen guten Verlauf genommen, womit nicht nur Programmgestalter Michael Engelter zufrieden war. Mit der üblichen Schweigeminute für diejenigen, die zu Hause bleiben mussten, hatte Präsident Matheis die Sitzung eröffnet, wobei er kess behauptete, dass er mit Verweis auf die Frauen nie vom „blonden Gift“ gesprochen habe.

Ein Blick in das Buch des Vereins zu dessen Jubiläum sollte seine Erinnerung diesbezüglich auffrischen. Frisch und akrobatisch zeigten sich danach zwei Männer, die auf atemberaubende Weise drei lebensgroße Puppen tanzen und auf der Bühne herumwirbeln ließen. „Dolls Company“ hieß das Spektakel, bei dem die Akteure konditionelle Höchstleistungen der Muppetshow auf Drogen zeigten. Mächtig viel Trompetensound dröhnte hiernach durch das Festzelt. Die 4. Korporalschaft der KG Lätitia der Blauen Funken-Artillerie-Weisweiler, in Kurzform „Die Weisweiler“, ließen auf der Bühne Musik-Power im Big-Band-Stil erklingen, wobei der quirlige Sänger mit toller Stimme überzeugte.

In die Bütt stieg dann Sitzungspräsident Volker Weininger, der sofort den Nerv des Publikums traf. Der sympathische Kabarettist, der auch im Kölner Karneval als angesäuselter Verfechter des Brauchtums auftritt, hatte in Lammersdorf einen starken Auftritt, nachdem er zuvor nach eigenen Angaben auf einer Sitzung der Veganer durch ein Fegefeuer des Frohsinns gegangen war. Etwas fürs Auge bekamen die Herren im Zelt mit den Cheerleadern des 1. FC Köln geboten. Die 1999 gegründete Truppe erwies sich einmal mehr als echter Stimmungsgarant; da waren selbst Fans aus „Leberhausen“ begeistert.

Der Justizbeamte „Knubbelisch vom Klingelpötz“ (Ralf Knoblich) verschaffte sich nach so viel Augenschmaus sofort auf eindrucksvolle Weise Gehör. Begeistert lauschten die Gäste den Verzällchern des Urkölners in der rheinischen Muttersprache. In der sang auch die Band „Blom un Blömcher“, die seit Jahrzehnten für die Parodie von bekannten Liedern, begleitet von herrlich albernen Verkleidungen, bekannt ist.

Die Showtanzgruppe „High Energy“ aus Eschweiler zeigte hiernach in aller Deutlichkeit, warum sie bereits sechsmal die Deutsche Meisterschaft im Showtanz gewinnen konnte. Zwischen den einzelnen Programmpunkten im Übrigen eine tänzerische Darbietung, die irgendwie nicht ins Gesamtkonzept der Sitzung passte und vom männlichen Publikum meist nur so nebenbei wahrgenommen wurde. Volle Aufmerksamkeit dagegen am Ende der Veranstaltung. Die sechs Musiker von „Kuhl un de Gäng“ erfüllten mit ihrem frischen Sound alle Erwartungen.

Bis auf die schon bei der Proklamation von vielen monierte und konsequent abverlangte „Zwangsabgabe“ von 50 Cent für die Toilettenbenutzung war der allgemeine Tenor nach der Herrensitzung positiv. Zur Jubiläumssitzung im nächsten Jahr will man wieder kommen.

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