Simmerath - Hermanns: Simmerath ist nach wie vor gesprächsbereit

Hermanns: Simmerath ist nach wie vor gesprächsbereit

Von: Ernst Schneiders
Letzte Aktualisierung:
Monschau / Schwimmhalle / Vennbad neu
Geschlossen - und nach Stand der Dinge werden sich hier auch keine Badegäste mehr tummeln. Streit gibt es nun darum, ob sich die hochverschuldete Kommune Monschau nicht lieber mit Simmerath zusammentun sollte, um ein gemeinsames neues Bad zu bauen, zum Beispiel in Imgenbroich. Die CDU-geführte Ratsmehrheit in Monschau favorisiert derzeit einen eigenen Neubau nur für Monschau. Foto: Heiner Schepp

Simmerath. Ist der Simmerather Bürgermeister über den Monschauer Alleingang in Sachen Schwimmhalle enttäuscht? Karl-Heinz Hermanns weicht ein wenig aus.

„Ich habe nachweislich seit August 2009 meine Gesprächsbereitschaft für ein gemeinsames Projekt signalisiert. Die Entscheidung der Stadt Monschau, einen anderen Weg zu gehen, muss ich akzeptieren.”

Wie Hermanns, für den wie für viele andere Simmerather die Schließung der Schwimmhalle aus Sicherheitsgründen viel früher kam als angenommen, betont, sei es für die Gemeinde „die wünschenswerteste Lösung”, gemeinsam mit Monschau im Bereich Imgenbroich/Konzen/Am Gericht eine hinreichend große Schwimmhalle zu bauen.

Noch vor wenige Tagen hätten in einem interfraktionellen Gespräch alle fünf Fraktionschefs die Gesprächsbereitschaft über diesem Standort bekräftigt.

Standort Hauptschule

Da es aber wohl feststeht, dass die Stadt Monschau am alten Standort ein neues Schwimmbad bauen will, blinken in den Köpfen der Simmerather Entscheidungsträger die großen Fragezeichen auf.

„Wenn sich die Haltung der Stadt Monschau nicht mehr ändert”, so Bürgermeister Hermanns, „dann bleibt uns nichts Anderes übrig, als den Bau einer neuen Schwimmhalle an der Hauptschule zu prüfen.”

Energetisch böte sich das an, weil die Kapazität des Wärmeheizkraftwerks zu Verfügung stünde, sobald die sanierte Hauptschule den Status eines Passivhauses habe.

Die entscheidende Frage sei allerdings, ob diese Schwimmhalle für die Gemeinde Simmerath finanzierbar sei. „Darüber werden wir mit den nach der Wahl zuständigen Fachministern in Düsseldorf sehr ausführlich sprechen müssen.”

Die Schwimmabteilung der Hansa Simmerath soll ebenfalls mit ins Boot geholt werden, weil sie buchstäblich auf den Trockenen steht. Soweit möglich, soll das Schulschwimmen ins Lehrschwimmbecken nach Lammersdorf verlegt werden, das aber nur über begrenzte Kapazitäten verfügt.

Vom Schulschwimmen demnächst in Monschau hält Karl-Heinz Hermanns wenig. Die Wege von Simmerath zum Vennbad seien lang. Bei zwei aufeinander folgenden Schulstunden gehe etwa die Hälfte der Zeit mit An- und Abfahrt verloren. Hermanns: „Das ist dann wohl eher ungeeignet.”

Roetgen winkt ab

„Kein Thema” ist ein gemeinsames Schwimmhallenprojekt, ganz gleich in welcher Konstellation, für Roetgens Bürgermeister Manfred Eis. Die Gemeinde sei gerade damit befasst, ein Haushaltssicherungskonzept zu entwerfen, in welchem jede freiwillige Ausgabe von der Bezirksregierung genehmigt werden müssen.

Eis: „Der Regierungspräsident wird mich fragen, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe, wenn ich jetzt mit einen Schwimmhallenprojekt um die Ecke komme.”

Das Schulschwimmen sei mit der Sanierung des Lehrschwimmbeckens in der Grundschule gesichert, und wer „nur so” schwimmen wolle, der benutze die Schwimmhallen in Aachen. „Das ist von hier aus nicht weiter als bis Simmerath oder Monschau.” Angesichts dieser Fakten könne er „keinen Bedarf erkennen”.vennbad
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