Hermann Kirch und Paul Siebertz als Paten

Von: ame
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Unter dem Titel „Farben und Formen” präsentierten die beiden Rohrener Künstler Margret Mathar und Günter Kirch im Gemeindezentrum ihre Werke der Öffentlichkeit. Foto: Alfred Mertens

Rohren. „Die Freude am Zeichnen, Malen und Modellieren hat mir mein Vater Hermann Kirch, der Bildhauer war, vermittelt”, weiß Margret Mathar, wem sie ihr Talent zu verdanken hat. Sie, die zusammen mit Günter Kirch in einer zweitägigen Ausstellung im Rohrener Gemeindehaus ihre Werke - vornehmlich Aquarelle und Ölgemälde - präsentierte, widmete sich erst relativ spät der Malerei.

Bei Margret Mathar, 1942 in Monschau geboren, war der Gedanke an die Malerei zunächst in den Hintergrund gedrängt worden. „Bedingt durch berufliche und familiäre Zwänge war ich doch sehr in Verpflichtungen eingebunden”, erinnert sie sich noch an die damalige Zeit. „Erst während eines dreijährigen Auslandsaufenthaltes in Brüssel habe ich mich zum ersten Mal intensiv mit der Seidenmalerei beschäftigt. Als ich dann in Düsseldorf wohnte, aktivierte ich meine Arbeiten in Seidenmalerei weiter und unternahm erste Versuche, mich der Aquarell-Malerei zu widmen.”

Im Jahr 1994 kehrte sie nach Rohren zurück; sie schenkte mehr und mehr dem Malen auf Porzellan und Keramik ihr Interesse. „Mich hat die Idee fasziniert, weißem Porzellan und Kacheln mit Farbe eine neue Schönheit zu geben.

Diese Arbeiten konnte ich in mehreren Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentieren.” Ihre Vielseitigkeit hat sie vor acht Jahren durch ein weiteres Betätigungsfeld erweitert. „In dem Fertigen von Skulpturen wollte ich einfach nur wissen, ob ich dafür geeignet bin”, sah sie hier eine Bestätigung für ihre Arbeit.

„Alles, was ich in den letzten Jahrzehnten gefertigt habe, habe ich immer unter dem Aspekt des Faktors Spaß gemacht. Der professionelle Gedanke stand bei mir nie im Vordergrund”, betonte sie, die derzeit Kurse in Aquarell-Malerei bei Jutta Schramm in Roetgen und in Öl-Malerei bei Dieter Call in Konzen besucht. Zur Ausstellung in Rohren konnten von den Besuchern 30 Aquarelle und Ölgemälde, eine kleinere Auswahl an Porzellan-Gemälden sowie zwei Skulpturen in Stein bewundert werden.

Günter Kirch (70), ein Rohrener Ur-Gestein, ist in seinem Heimatort kein Unbekannter, erwarb er sich doch durch sein ehrenamtliches Engagement etliche Verdienste. Als Meister im Malerhandwerk hat er unter anderem die Rohrener Kirche farblich neu gestaltet und die Vereinshalle mit Ornamenten versehen.

18 Bilder in Öl, in Öl auf Plexiglas nach einer besonderen Anfertigung sowie moderne Plastiken in Spachteltechnik stellte der Rohrener Maler im Gemeindehaus aus. „Während meiner Ausbildungszeit im Malerhandwerk nahm ich des öfteren am Zeichenunterricht des bekannten Nordeifeler Landschaftsmalers Paul Siebertz teil. Dies kam mir für meine weitere berufliche Laufbahn sehr zugute. Nachdem ich meine Meisterprüfung absolviert hatte, blieb mir für die Hobbymalerei leider nur wenig Zeit, da Arbeiten am eigenen Haus vorrangig zu bewältigen waren”, entdeckte er erst im Ruhestand seine Leidenschaft für die Malerei wieder neu.

Moderne Motive in Öl

Zusammen mit dem Dedenborner Maler Heinz Nellessen, der mit ihm zu damaligen Zeiten die Berufsschule besucht hatte, malte er des öfteren Bilder in der Eifeler Natur. „Heinz Nellessen verdanke ich wichtige Anregungen”, gesteht Günter Kirch, der sich in der heutigen Zeit ausschließlich der Landschaftsmalerei und dem Malen von modernen Motiven in Öl widmet.

Gerne würde er in seinem Haus an der Borngasse „dem einen oder anderen mein Atelier zeigen”.
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