Monschau - Herbsttagung der AG der Heimatvereine in Steckenborn

Herbsttagung der AG der Heimatvereine in Steckenborn

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Einigen Teilnehmern war es vorher unbekannt, Anregungen für den eigenen Verein konnten mitgenommen werden: Das Steckenborner Heimatmuseum war neben der Gaststätte Stollenwerk zentraler Ort der Herbsttagung der Arbeitsgemeinschaft der Heimatvereine. Foto: Manfred Huppertz

Monschau. Die Arbeitsgemeinschaft der Heimatvereine nahm bei der Herbsttagung den Ort Steckenborn in den Blickpunkt. Zunächst besichtigten die 25 Vertreter der Heimatvereine aus dem Monschauer Land das 2014 eingerichtete Heimatmuseum, welches einigen Teilnehmern noch völlig unbekannt war.

Der Arbeitskreis aus Steckenborn hatte das alte Feuerwehrhaus mit viel Liebe zur Heimat und enormer Fleißarbeit zu einem schmucken kleinen Dorfmuseum hergerichtet.

Viel Gesprächsstoff

Der Leiter der Arbeitsgemeinschaft, Manfred Huppertz, bedankte sich für die Einladung und lobte die Initiative, dass man aus dem alten Feuerwehrhaus so ein schmuckes Dorfmuseum „gezaubert“ habe. Die gezeigten Bildtafeln und Exponate eigneten sich hervorragend für Anregungen im eigenen Verein und wurden mit viel Gesprächsstoff begutachtet.

Nach einem lokalen Wechsel in die Gaststätte Stollenwerk gratulierte Manfred Huppertz zunächst Jürgen Siebertz aus Lammersdorf zur Verleihung des Rheinlandtalers in diesem Sommer.

Dokumentation geplant

Das Hauptthema der Tagung „Flüchtlinge im Monschauer Land nach dem Zweiten Weltkrieg“, eine Initiative von Dr. Bernd Jansen aus Höfen, wurde fortgeführt. Die einzelnen Vereine haben schon Beiträge geliefert oder sie recherchieren noch. Geplant ist dann für Ende 2019 eine Dokumentation dieser Schicksale im Monschauer Land, die dann auch veröffentlicht werden soll.

Anschließend folgte ein Vortrag des allseits bekannten Vogelkundlers Günter Krings aus Dedenborn über die Veränderung der Fauna und Flora im Eifelgebiet, insbesondere im Hinblick auf die Vogelwelt. Er schilderte kompetent die lange zeitliche Entwicklung seit der Urzeit vor ein bis zwei Millionen Jahren über die letzte Eiszeit und Römerzeit bis in unsere Gegenwart. Prägnante Beweise aus der Fauna und Flora im Eifelgebiet untermalten seine fachkundigen Ausführungen. Das Highlight der alten ornithologischen Aufzeichnungen seien die Veröffentlichungen des Aachener Ornithologen Le Roi von 1905, worin die Vogelfauna der Rheinprovinz erstmalig schriftlich dokumentiert worden sei. Die Vogelkultur sei stets abhängig gewesen von der Kultur der Landschaft, die wiederum der dort lebende Mensch geschaffen habe. Alles sei von Menschenhand beeinflusst und gestaltet worden. Die Vogelwelt habe sich dem Entwicklungsschritt der sich verändernden Landschaft angepasst. Gegen die grassierende Abnahme von Insekten in Feld, Wald und Flur riet Krings: „Lasst doch auch mal etwas an Unkraut und Gräsern stehen und wachsen für unsere hungrigen Insekten, die im Kreislauf der Natur eine wichtige Rolle spielen!“ Interessant waren die Ausführungen über den Wegzug der Wasseramsel an der Rur, die durch die Sauberkeit des Rurwassers verursacht worden sein soll. Nach Einrichtung von Kläranlagen sei die Lebensgrundlage von Insekten an der Rur und damit die Nahrungsgrundlage für die Wasseramsel beseitigt worden.

Erwin Finken verschenkt Fotos

Mitarbeiter Erwin Finken verschenkte danach in Fortsetzung der im letzten Herbst begonnenen Aktion alte Fotos aus eigenen Archivbeständen an die Vertreter der Heimatvereine Dedenborn und Kesternich. Er kündigte auch Leihgaben von alten Fotos einiger Dörfer für die Frühjahrstagung 2018 an, die nach Reproduktion an den Verleiher zurückgehen müssen.

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