Herbert Prümmer ruft gemeinnützige Stiftung für Bedürftige ins Leben

Von: P. St.
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Macht sich für Kalterherberg stark: Herbert Prümmer (70) der mit der Gründung der gemeinnützigen Stiftung „Zesame stonn“ seinem Heimatdorf „etwas zurückgeben möchte“. Foto: P. Stollenwerk

Kalterherberg. Sein Heimatort Kalterherberg ist für Herbert Prümmer immer der wichtigste Ankerplatz in seinem Leben gewesen: Hier kennt er sich aus und hier genießt er das Landleben, hier hat er eine unbeschwerte Kindheit verbracht, hier kennen ihn die Menschen und hier ist er wirklich zu Hause.

Weil dem Unternehmer, der in Aachen lebt, sein Heimatdorf lieb und teuer ist, hat er den Entschluss gefasst, Kalterherberg „etwas zurückzugeben“.Gemeinsam mit einem dreiköpfigen Kuratorium gab er jetzt in der Sparkassen-Geschäftsstelle Kalterherberg den Startschuss für die gemeinnützige Stiftung „Zesame stonn“. Im Beisein von Geschäftsstellenleiterin Sylvia Jansen wurde der Vertrag unterzeichnet.

100.000 Euro Startkapital

Schon länger hatte Herbert Prümmer diese Idee im Sinn: An seinem 70. Geburtstag, den er am 27. Dezember feierte, war dann für ihn der ideale Zeitpunkt gekommen, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen. Prümmer eröffnete bei der Sparkasse Aachen ein Konto mit einer Startkapital-Einlage von 100.000 Euro aus seinem Privatvermögen.

Dieser sechsstellige Betrag soll den unantastbaren Grundstock für die gemeinnützige Stiftung bilden. Durch Verzinsung, in erster Linie aber durch Zustiftungen weiterer Geldgeber, sollen Bedürftige im Stadtgebiet Monschau in den Genuss von Spenden kommen – vornehmlich in Kalterherberg.

Mit seiner Initiative möchte Herbert Prümmer einen ersten Schritt vollziehen, und hofft, dass auch noch andere Mitbürger seinem Beispiel folgen und sich kapitalkräftig in die Stiftung einbringen werden. Auch die Möglichkeit zweckgebundener Spenden ist gegeben. Spendenquittungen sind obligatorisch.

In die Verteilung der Zuwendungen an die Bedürftigen will sich der Stiftungsgründer selbst nicht einbringen. Das ist Sache eines Kuratoriums, bestehend aus Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter, Kalterherbergs Ortsvorsteher Norbert Rader und Franz Jansen von der Sparkasse Aachen. Dieses Gremium wird jeweils in gemeinsamer Übereinkunft entscheiden, wo dringend Hilfe geleistet werden soll.

Für Herbert Prümmer war bei der Stiftungsgründung der entscheidende Antrieb, „für mein Heimatdorf Kalterherberg etwas zu tun“, aber auch das Wissen darum, dass der Personenkreis der Bedürftigen auch in den Dörfern größer als vielfach angenommen sei. Diesen Menschen solle unbürokratisch , diskret und vertraulich geholfen werden.

In Sorge um die Zukunft

Außerdem wünscht sich Prümmer, der als Gesellschafter der Jülicher Bauunternehmung Wurzel (180 Mitarbeiter) „wirtschaftlichen und beruflichen Erfolg“ erreicht hat, dass sein Heimatort Kalterherberg strukturell wieder mehr an Profil gewinnt, „und das zweitgrößte Dorf im Stadtgebiet Monschau nicht in einen Märchenschlaf verfällt“. Die aktuelle Entwicklung im Ort, die geprägt ist vom Verlust der Grundschule, verfolgt er mit Sorge. Daher möchte er nicht tatenlos zuschauen, sondern mit seiner Initiative auch einen konkreten Beitrag zur Trendwende beisteuern.

Margareta Ritter als Kuratoriumsvorsitzende lobte die Initiative des Stiftungsgründers, der als erfolgreicher Unternehmer „soziale Verantwortung“ übernehme, die aber auch gut sei „für das eigene Seelenheil“ .

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