Simmerath - Henning Krautmachers Kölsche Tapas

Henning Krautmachers Kölsche Tapas

Von: P. St.
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Entertainer, Kochbuchautor und Küchenchef: Henning Krautmacher, besser bekannt als Musiker der Kölner Band „Die Höhner”, war bei der Präsentation seines Buches „Kölsche Tapas” in der Simmerather Buchhandlung Holtmann in seinem Element. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Man nehme: 100 Gramm jute Butter, einen Teelöffel Akazienhonig, zwei cl Cognac und eine Prise Salz, dann vermengen und mit Rosinen garnieren. Fertig ist der Brotaufstrich für die fünfte Jahreszeit, die Fastelovends-Botteramm.

Aber es gibt auch noch ähnliche Kreationen für die anderen vier Jahreszeiten, nachzulesen im soeben erschienenen Kochbuch „Kölsche Tapas”, das auf 192 Seiten kleine Leckereien nach kölsche Art appetitlich präsentiert. Autor ist der 53-jährige Musiker, Schauspieler, Moderator, Maler und Hobbykoch Henning Krautmacher, besser bekannt als Sänger und Frontmann der Kölner Rockgruppe „Die Höhner”. Gemeinsam mit Gabriella Christ hat er jetzt im Ernst Lüttgau Verlag Blankenheim das kompakte Büchlein „Kölsche Tapas” herausgegeben.

Zu einer Signierstunde kam das Kölner Multitalent jetzt auch in die Simmerather Buchhandlung Holtmann am Rathausplatz. Knapp 50 Gäste fanden sich zu einer lockeren Runde ein, und ihnen wurde weit mehr geboten als nur ein Autogramm der Autoren.

Buchhändlerin Birgit Holtmann und ihr Team hatten für den passenden Rahmen gesorgt. Kölsch, Frikadellen, und Halve Hahn waren reichlich aufgeboten, und die beiden Autoren ließen es sich auch nicht nehmen, aus der Büchertheke ein kleines Buffet zu machen und zu demonstrieren, wie man kölsche Tapas herstellt. Im Hintergrund waren „kölsche Tön” zu hören, und Henning Krautmacher war als kreativer Entertainer ganz in seinem Element und die „Schnüss” stand nicht mehr still.

Mit „Kölsche Tapas” liegt bereits Krautmachers drittes Kochbuch vor, und für ihn lag diese Rezeptideen-Sammlung so nahe, dass er sich fragt, warum man nicht schon früher auf diesen Trichter gekommen sei. Schließlich sei Mallorca der südlichste Kölner Stadtteil, und in Spanien sind die Tapas ja schließlich zu Hause. Es gibt allerdings nicht nur bei den Tapas unterschiedliche Variationen, sondern auch mehrere Versionen über die wahre Herkunft. Diese und andere Geschichten wurden humorvoll und in die Zubereitung eingearbeitet, und die Gäste erfreuten sich in der lockeren Runde.

Vielleicht stimmt ja die Überlieferung, das ein spanischer König in früherer Zeit einmal krank war, und er nur Kleinigkeiten zu sich nehmen durfte, was die Geburtsstunde der Tapas war.

Das kleine Kochbuch stellte eine Vielzahl neuer Kreationen vor, bindet aber auch bekannte Kölner Spezialitäten ein. „Köln ist multi-kulinarisch”, singt Hennig Krautmacher in einem Song der Höhner, und so sieht er auch die Tapas, die durchaus die unterschiedlichen Kulturen geschmacklich tangieren, aber den den Gaumen des Rheinländers nicht irritieren.

Dabei gab es einige Herausforderungen zu meistern, etwa wie man den berühmten rheinischen Sauerbraten auf Tapas-Maß reduziert. Die rotweißen FC-Spieße (Rauchfleisch im Wechsel mit Ziegenkäse) sind da vergleichsweise ein Schnellgericht. Doch neben der kulinarischen Seite erzählt Krautmacher, stand da auch noch der Anspruch in der Küche, „die passenden Bezeichnungen zu finden.” Mit Kreationen wie „Düvels-Levverwoosch”, „Kölsche Creme-Brüller” oder „Staatse-Stetz em Övvertrecker” dürfte auch dieses Ziel erreicht worden sein.

So vereinte die Signierstunde mit Henning Krautmacher und Gabriella Christ in der Tat ein multikulturelles Erlebnis in Kölsche Lebens- und Wesensart angereichert mit der Würze des Alltags und einer kleinen kulinarischen Entdeckungsreise frei nach dem Motto: Esse, schwade, laache, Spaß han!

Henning Krautmacher & Gabrielle Christ, Kölsche Tapas, Kleine Leckereien nach Kölscher Art, 192 Seiten, 11,3 x 16 cm, Hardcover, 14,80 Euro. ISBN: 978-3-929721-11-9, erschienen im E.G Lüttgau-Verlag, Blankenheim, erhältlich in allen Buchhandlungen.
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