Schmidt - „Hellijehüsje” in Schmidt in neuem Glanz

Whatsapp Freisteller

„Hellijehüsje” in Schmidt in neuem Glanz

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
Reiner Roeb, Adele Schöller,
Reiner Roeb, Adele Schöller, Hubert Bauer und Johannes Johnen (von rechts) haben - wie viele andere aus dem Unterdorf - zur Renovierung des Gotteshäuschens beigetragen. Foto: bel

Schmidt. Stolz sind sie, die Bewohner des Schmidter Unterdorfs. Grund: Die Reparaturarbeiten an ihrem „Hellijehüsje” an der Ecke Heimbacher Straße/Wildparkstraße sind erfolgreich abgeschlossen.

„Wir haben keinen Cent von der Stadt Nideggen erhalten”, erklärte der Hauptinitiator des Projekts, Reiner Roeb. Erstaunlich, so fuhr er fort, weil doch auch das Wartehäuschen, das die Stadt 1972 an den Sakralbau angebaut hatte, ebenfalls stark beschädigt war. Dafür hätten die Verantwortlichen der Stadt doch zumindest gerade stehen können.

Moos und loses Dachwerk

Das Häuschen und der Warteraum waren stark beschädigt. Das Dach hing durch, Schieferplatten hingen lose herum, Moos überall, weil viele Jahre an dem kleinen Bauwerk nichts getan worden war. Nach dem Motto „Selbst ist der Mann” nahmen die Unterdörfler unter der Führung Roebs die Renovierung in die Hand. Mit Hochdruckreiniger, Hammer und Meißel, der Maurerkelle und vielen anderen Werkzeugen rückten er und seine Helfer dem Hüsje zu Leibe. Jugendliche wie Katharina Johnen und Linda Bradatsch halfen. Die Anstreicherarbeiten übernahm Ottmar Strupat.

Neue Fliesen im Häuschen

Jetzt liegen neue, frostfeste Fliesen im Häuschen, davor weisen Pflastersteine, in der Mitte kunstvoll zu einem Kreuz gelegt, den Weg in das Innere, wo zurzeit noch Marienfigur und Kreuz fehlen. Auch außen wurde der Bau mit Brettern und Balken aus Eiche wetterfest gemacht.

„Möglich wurde das alles, weil die Leute aus dem Unterdorf alle auf ihre Weise zum Gelingen beitrugen”, verriet Adele Schöller das Erfolgsgeheimnis. Etwa zehn Leute gingen an den Häusern vorbei und sammelten Geld. So kamen gut 1500 Euro zusammen. Ortsansässige Firmen trugen mit Geld- und Sachspenden zum Gelingen bei.

Jetzt ist die kleine Kapelle im Unterdorf in Schmidt wieder ein Blickfang, wo Einheimische und Touristen verweilen können. Und alle paar Jahre macht hier die Fronleichnamsprozession auf dem Weg durch das Dorf halt. Und das Kirchlein hat auch einen kleinen Glockenturm. Die Glocke wird sorgsam aufbewahrt. Nur zu Fronleichnam wird sie hervorgeholt und lässt dann ihr Geläut zur Andacht schwingen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert