Heldter Weg: „Der Wohncharakter muss erhalten bleiben“

Von: ho
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Simmerath. Die Erweiterung des Baugebietes „Heldter Weg“ hat eine weitere Hürde genommen. Der Planungsausschuss der Gemeinde Simmerath beschloss am Donnerstagabend in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause, dem vorgestellten Entwurf zuzustimmen und beauftragte die Verwaltung, das weitere verwaltungstechnische Prozedere in Gang zu setzen.

Damit ist im Bauleitplanverfahren der Weg zur Erweiterung des Bebauungsplans geebnet, um auf der 0,94 Hektar großen unbebauten, landwirtschaftlich genutzten Fläche zwischen dem Heldter Weg und der Rüstenstraße in Richtung Tiefenbachtal weitere Grundstücke zu erschließen.

Zu den Plänen hatte es im Vorfeld durch die Bürgerinitiative Heldter Weg heftigen Widerstand gegeben. Bei der im Juni erfolgten Bürgerinformation im Simmerather Rathaus war es dabei zwischen den Betroffenen und dem Investor zu teils hitzigen Diskussionen gekommen. Hierbei spielten der Baustellenverkehr und die Art der vom Investor vorgebrachten Bebauung eine wesentliche Rolle. Danach war vom Investor, der bonafide Immobilien GmbH aus Monschau, vorgesehen, kein reines Einfamilienhausgebiet zu schaffen. Vorgesehen waren Alten-, Behinderten- und Demenz-Wohngemeinschaften. Über diese Änderung war auch die Gemeinde nicht informiert worden, so dass der Gemeinde ein neues Planungskonzept vorgelegt werden musste.

Nach dem in der Sitzung vom Planungsbüro Becker aus Kall vorgestellten Entwurf sollen im Plangebiet in Anlehnung an die auf der Nordwestseite des Heldter Weg vorhandene Wohnbebauung 14 neue Baugrundstücke mit einer Grundstücksgröße von 500 bis rund 700 Quadratmetern entstehen. Dabei wird im nördlichen Teilbereich des Bebauungsplanes die Anzahl von Wohnungen in einem Wohngebäude auf höchstens zwei Wohnungen begrenzt. Weiterhin soll die Höhe der Gebäude durch die Festsetzung einer maximal zulässigen Firsthöhe von 9 Metern und einer Traufhöhe von 4 Metern begrenzt werden, um ein harmonisches Erscheinungsbild zu erreichen.

Jens Wunderlich (CDU) legte Wert darauf, „dass im neuen Baugebiet auf jeden Fall der Wohncharakter erhalten bleiben muss“. Zudem war einhelliger Tenor im Planungsausschuss, dass eine ausreichende Anzahl von Stellplätzen geschaffen werden müssten. Hierzu sind im vorgestellten Entwurf pro Wohngebäude mindestens zwei Einstellplätze (Garagen oder Abstellflächen) vorgesehen. Die angedachte Anlage von Tiefgaragen zur Unterbringung einer ausreichenden Anzahl von PKW in einem Teilbereich des Plangebietes stieß allerdings nicht auf allgemeine Zustimmung.

Norbert Brewer (SPD) sprach sich aufgrund der Erfahrungen mit den im Gemeindegebiet bereits befindlichen Tiefgaragen dagegen aus. Auch aus Gründen der Verkehrssicherheit favorisierte Brewer die Schaffung von zusätzlichem ebenerdigem Parkraum in dem neuen Baugebiet.

Durch die Ausweisung des Baugebietes Heldter Weg soll eine städtebaulich sinnvolle Abrundung des Ortsteils Simmerath in Anlehnung an die im Baugebiet Heustraße/Heldter Weg vorhandenen Baustrukturen erfolgen. Laut vorgestelltem Entwurf verfügt das Plangebiet zudem mit der bereits einseitig angebauten Straße Heldter Weg zudem über eine günstige Anbindungsmöglichkeit und verursacht nur geringe weitere Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes.

Die Kosten des Planverfahrens sowie der Gesamtheit der erforderlichen baulichen Maßnahmen zur Aufschließung der Grundstücke werden im Übrigen von den Investoren getragen.

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