Hektik und Mehrarbeit in der Vorweihnachtszeit

Von: M.S.
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Entführt die Betrachter auf einen Gang durch das biblische Jerusalem: Der Lammersdorfer Krippenbauer Hermann Josef Jansen stellt seine Werke in Stolberg aus. Foto: M. Schmitz

Lammersdorf/Stolberg. Eigentlich sollte die Vorweihnachtszeit für Mensch und Natur eine Phase der Ruhe und Besinnung bedeuten. Für Hermann Josef Jansen aus Lammersdorf dagegen geht der Advent nicht ohne Mehrarbeit und Hektik vorbei. Wie gut, dass er den aufkommenden Stress als positiv empfindet.

Denn der 46-jährige Familienvater ist bei mehreren weihnachtlichen Märkten eingeladen, um in deren stimmungsvollen Rahmen seine erstklassig handgefertigten Krippen zu präsentieren.

Von Beruf Schreiner

Ab Samstag, 27. November, bis zum 12. Dezember stellt er gemeinsam mit weiteren Krippenbauern aus der Region im alten Rathaus am Kaiserplatz Stolberg aus. Hermann Josef Jansen ist von Beruf Schreiner. Er stammt aus dem Raum Euskirchen und lebt mit Ehefrau Doris, einer gebürtigen Rohrenerin, Sohn Patrick (19) und der 16-jährigen Tochter Ramona seit dem Jahr 2000 in Lammersdorf.

Mit dem Krippenbau befasst er sich seit 15 Jahren. Seit 2008 bei den Höfener Krippenfreunden aktiv, ist er in diesem Verein inzwischen für die Neustrukturierung der Lebenden Krippe an der Monschauer Brauerei zuständig, die am ersten Advent Premiere feiern wird.

„Mindestens je zwei Stunden” benötigt der handwerklich vielseitig versierte Tüftler, jeweils für Auf- bzw. Abbau des Szenarios allein vor Ort. Jansen wird tatkräftig von Ehefrau Doris unterstützt. Seine Motive sind Tempel, Mauern und Zinnen von Jerusalem. Er führt den Betrachter durch die Gassen der Heiligen Stadt, zu pittoresken Häusern, durch Jahrtausende alte Stadttore. Die rund 30 Kunststoff-Figuren sind handbemalt und handgeschnitzt. Rund 100 Glühbirnen erhellen das Geschehen.

Der Nordeifeler Multihandwerker verwendet für seine Objekte ausschließlich Sperr - und Massivhölzer, fräst penibel maßstabsgetreue Einzelteile, verleimt komplette Bauwerke oder etwa eine filigrane Treppe schichtweise und bis ins Detail ihres Geländers.

Der Gebrauch von Nägeln ist absolut tabu. Von seinem aus dem Hunsrück stammenden Großvater Hermann Josef Graf hat Jansen offenbar nicht nur die Vornamen geerbt, sondern auch dessen Passion zum Krippenbau.
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