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Heizkosten der Kapelle trägt nun die Simmerather Mutterkirche

Von: M. S.
Letzte Aktualisierung:
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Blumen für die Damen: Vorsitzender Gregor Breidenbach ehrte im Rahmen der Hauptversammlung die guten Foto: M. Schmitz

Paustenbach. Jeden Donnerstag im Jahreskreis, so will es guter Brauch, lesen Simmeraths GdG–Pfarrer Michael Stoffels oder, wie jüngst, sein geistlicher Amtsbruder Leo Kerbusch in der Paustenbacher Kapelle eine heilige Messe.

Diesmal hatte der Gottesdienst ein „Nachspiel“. In Paustenbachs Alter Schule begrüßte der Vorsitzende des Kapellenvereins, Gregor Breidenbach, nach dem Segen 15 Mitglieder und Gäste zur Jahreshauptversammlung.

Nach Verlesung des Vorjahresprotokolls durch Schriftführer Burkhard Spicher hielt der Vorsitzende Rückschau auf das verflossene Vereinsjahr 2013. Er bezifferte den aktuellen Mitgliederbestand des Vereins auf derzeit 97 Personen. „Reichlich Arbeit mit Anwendung eines Splittings-Systems hatten Schriftführer Spicher und Kassiererin Erika Wilden durch Neuordnung unseres vereinsinternen Bankeinzugsverfahrens“, konstatierte Breidenbach.

Einen gehörigen Schrecken bekamen, Vorstand und Mitglieder, „als eines unserer geliebten Dorfwahrzeichen, der Glaskristall aus dem Kreuz am Ehrenmal, auf mysteriöse Weise plötzlich verschwand, er wurde von unbekannter Hand gewaltsam aus seiner Fassung gebrochen“. Zum Glück und allgemeiner Erleichterung wurde das erinnerungsträchtige Glanzstück ganz nah an der Kapelle wiedergefunden und an seinem angestammten Platz wieder ins Ensemble mit dem Kruzifix gefügt. Die Kirmesfeierlichkeiten fanden laut Breidenbach „diesmal in der Dorfbevölkerung weniger Zuspruch als in den Jahren zuvor, Petrus spielte halt nicht mit“.

Für Rollstuhlfahrer passierbar

Der Vortragende würdigte den handwerklichen, ehrenamtlichen Einsatz von Reinhold Johnen, der den Eingangsbereich zur Kapelle barrierefrei ebnete und so für Rollatorenführer und Rollstuhlfahrer leicht passierbar machte. Kassiererin Erika Wilden gab einen gesunden Bestand an Vereinsfinanzen bekannt, der sich laut wiedergewähltem Revisorenduo Karl Braun und Rainer Wilden „recht gut anhört und sich sehen lassen kann“.

Eine schwere Bürde sei vom Kapellenverein genommen worden, räumte die Schatzmeisterin als Erklärung für die entspannte monetäre Situation zufrieden ein, „indem wir vor Jahresfrist von den Heizkosten für das Gotteshaus befreit wurden, die nun von der Simmerather Mutterkirche getragen werden“.

Zum Höhepunkt des Abends geriet die Ehrung von sieben treuen „Sauberfrauen“, die das Schmuckstück Paustenbacher Kapelle seit Jahr und Tag in stets blitzblanken Zustand versetzen. Christel Braun, Anneliese Johnen, Christel Matheis, Regina Prinz, Klara Rombach, Anna Schütt und Elisabeth Wilden wurden vom Vorsitzenden mit Dank bedacht und mit Blumen beschenkt.

Die Paustenbacher Kapelle ist eine beredte Zeitzeugin wechselvoller Nordeifelgeschichte. Der das Kirchlein tragende Verein wurde bereits 1861 gegründet und nahm das Projekt einer manifestierten religiösen Heimat zügig und erfolgreich in Angriff. Seither, verrät eine Chronik, „waren und sind alle Vorstände Garanten für beispielhafte Pflege und Erhaltung des Symbols christlichen Glaubens und bürgerlichen Gemeinsinns, historisch authentisch gekleidet in architektonisch moderne Optik, dass uns Paustenbachern ans Herz gewachsen ist“.

Der zum besinnlichen Verweilen, Gebet und innerer Einkehr einladende Ort des Glaubens („Maria Sieben Schmerzen“) überstand zwei Weltkriege, wenn auch durch tragische Schicksalsschläge schwer verwundet, feierte im Jahre 2009, von Grund auf erneuert, Goldjubiläum und empfing den priesterlichen Segen.

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