Roetgen - „Heißes Eisen“ Ampel: Roetgens UWG noch unentschieden

„Heißes Eisen“ Ampel: Roetgens UWG noch unentschieden

Von: Günther Sander
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Silvia Bourceau, Hans-Joachim Mathée und Günter Severain (von links) beleuchteten Roetgens politische Dauerbrenner. Foto: Günther Sander

Roetgen. Die Diskussion um eine zweite innerörtliche Ampelanlage in Roetgen war auch bei der Mitgliederversammlung der UWG Roetgen ein Punkt. Als „heißes Thema“ bezeichnete Vorsitzender Hans-Joachim Mathée die von der Gemeinde Roetgen geforderte Ampelanlage an der Rosental-/Bundes-/Mühlenstraße.

In dieser Angelegenheit könne man längst noch kein „grünes Licht“ erkennen. Im Verlauf der Aussprache wurde jedoch deutlich, dass es innerhalb der UWG Roetgen kein einheitliches Meinungsbild gibt. Der Knotenpunkt sei nicht mehr leistungsstark, es müsse etwas passieren, weiß Mathée nur allzu gut. Vom Kreisverkehr bis zur Ampel sei alles möglich.

Für einige UWG-Mitglieder aber ist die Ampel „Schnick-Schnack“, zwei Minuten Umweg bis zur vorhandenen Ampel an der Hauptstraße seien durchaus zumutbar. Auf keinen Fall dürfe man Argumentation nur durch die „Autofahrerbrille“ sehen. Eine Probephase für eine zweite Ampel sei akzeptabel, um konkrete Ergebnisse zu bekommen. Ziel müsse es sein, eine Kreuzung zu schaffen, die am Ende auch „funktioniere.“

Von schönen Erfolgen, aber auch nicht erreichten Zielen ihrer politischen Gemeinderatsarbeit berichtete die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Roetgen bei der Mitgliederversammlung im „Hövel.“ Das Fazit der über zweistündigen Sitzung fiel eindeutig aus: „Wir wollen auch in Zukunft in Roetgen in der Spur bleiben“, gab Silvia Bourceau die Parole für die Kommunalwahlen 2014 aus.

16 Kandidaten seien optimal, meinte Bourceau, um mit einer „sicheren Nummer“ in Roetgen starten zu können. Wichtig sei eine gute Reserveliste. Vorsitzender Hans-Joachim Mathée und Kassierer Günther Severain ermunterten alle bisherigen Kandidaten, wieder zu kandidieren. Im Wahlkampf möchte man Erfolge herausstellen und deutlich formulieren, was man bewegt habe, so Severain. Ohne Präsenz vor Ort läuft nichts, auf dem Marktplatz soll ein Infostand die Bürger motivieren. „Die anfallenden Arbeiten müssen innerhalb der UWG auf viele Schultern verteilt werden“, hieß es.

In der Bilanz am Mittwochabend kamen vielfältige Themen wie das Baugebiet Wiedevenn, das neue Gewerbegebiet, der Standort Vennhof, aber auch die geplanten Steuererhöhungen (Hebesätze) zur Sprache. Hans-Joachim Mathée und die UWG votieren für das neue Gewerbegebiet (gegenüber dem bestehenden), nicht so Grüne und FDP. Großindustrie ist nicht erwünscht, Handwerksbetriebe sind willkommen.

Es gelte zu prüfen, ob Einzelhandel erlaubt werden könne. „Wir stehen noch am Anfang der Planungen“, machte Silvia Bourceau deutlich, sie wünscht sich eine „sanfte Entwicklung.“ Obwohl die Gemeinde nicht Eigentümer des Areals sei, habe man einen ersten Meilenstein mit dem Vorhaben setzen können. Roetgen sei ein gefragter Standort, da dürfe man die Chancen nicht liegen lassen, weiß die UWG-Ratsfrau. Nur müsse die Politik jetzt Druck machen, ansonsten werde sich vor 2020 „nichts bewegen.“

Heikel auch die Lage im Baugebiet „Wiedevenn“, wo 19 Grundstückseigentümer verkaufen wollen, aber einer bleibe hartnäckig. Natürlich soll niemand enteignet werden, versicherte Günther Severain. Viele Jahre habe Funkstille geherrscht, nun werde ein Umlegungsausschuss versuchen, Bewegung in die Sache zu bringen.

Zum „Vennhof“ klang an, wenn dieses Gebiet nicht komme, sei der Versorgungsbereich in Roetgen am Ende, so Günther Severain. Roetgen müsse entwicklungsfähig bleiben. Weniger erfreulich das Thema Steuererhöhungen, die Festsetzung neuer Hebesätze, mehrheitlich im Rat beschlossen. Severain sprach sich dafür aus, dass die Bürger davon profitieren müssten, wenn die Gemeinde finanziell besser dastehe. Alles andere sei nicht sauber und fair. Beim Anblick so mancher Straßenschäden in Roetgen gäbe es noch viel tun. Die UWG will noch einiges anpacken.

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