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Heimbachs Stadtrat möchte ein eigenes Gutachten zum Tourismus

Von: mv
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Für die Stadt Heimbach ist die Sache klar: Ein Pumspeicherkraftwerk am Rursee ist nicht gewünscht. Foto: P. Stollenwerk

Heimbach. „Wir werden ein eigenes Gutachten zu den Auswirkungen des Pumpspeicherkraftwerks Rursee auf den Tourismus erstellen lassen.” Das kündigte Heimbachs Bürgermeister Bert Züll bei der jüngsten Ratssitzung an, bei der es außergewöhnlich turbulent zuging.

Bei der Veranstaltung hatte der Projektleiter Dr. Christoph Schöpfer vom Investor Trianel auch einige grundsätzliche Fragen erläutert: Die Trianel prüfe zur Zeit drei Standorte in Deutschland. Ob von diesen Dreien, einer, zwei oder alle drei realisiert werden, sei noch nicht entschieden.

Für die Bürger wichtig wird am 11. Dezember der Erörterungstermin sein. Ein Erörterungstermin hat im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens eine gesetzlich verankerte Funktion. Gegenstand und Zweck des Erörterungstermins ist es, die Einwände gegen ein Projekt zu diskutieren. Erörterungstermine sind zugänglich für alle, die gegen ein Projekt Einwände vorgelegt haben, außerdem für den Antragsteller, die Gutachter und die Genehmigungsbehörde (Bezirksregierung).

Im Haus des Gastes erklärte Schöpfer auch, dass das obere Becken (Fläche: etwa 60 bis 80 Fußballfelder) zwischen Schmidt und Strauch angelegt werden soll. Es reicht dort auch etwas in den Wald hinein.

Der Hub der Talsperre werde beim Betrieb des Kraftwerks zwischen 1,25 und 2 Meter betragen. Millionen von Litern werden innerhalb weniger Stunden in den Rursee fließen. Weiter wichtig: „Das Wasserkraftwerk hat sich den Aufgaben des Wasserverband Eifel Rur unterzuordnen.” Das bedeutet: Die Bedingungen des Wasserverbands (Hochwasserschutz und fließendes Wasser in der Rur auch nach zwei sehr trockenen Jahren) müssen erfüllt werden. Das neue Kraftwerk muss ans Netz angeschlossen werden.

Dies kann nur über eine Strecke geschehen, die über zwölf Kilometer unterirdisch angelegt wird. Schöpfer dazu: „Das gab es in Deutschland bis jetzt noch nie.” Bei Pilotprojekten wurden 380 KV bisher nur drei bis fünf Kilometer weit unterirdisch verlegt. 44 Meter hoch werden die Masten sein, die bei Vlatten die Energie oberirdisch zur Hauptleitung transportieren, zehn Meter höher als die von RWE.

Bürgermeister Züll, der meinte, er sei „als Bürgermeister schon ziemlich lange im Geschäft” sprach auch die Gewerbesteuer an. Die werde durchaus nicht auf alle betroffenen Gemeinden verteilt, sondern bleibe bei Simmerath, wenn es überhaupt Gewerbesteuer gebe. Züll bezweifelte das sehr und bat auch Schöpfer und die Trianel GmbH, in dieser Frage unbedingt seriös zu argumentieren und es zu unterlassen, vage Versprechungen zu machen.

Profitieren werde höchstwahrscheinlich der Wasserverband, der mit der Trianel GmbH einen weiteren Talsperren-Nutzer (zusätzlich zu Firmen und Kommunen) bekommen könnte und sich dies bezahlen lasse.
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