Konzen - Heimatverein Konzen: „Kleines Pfarrhaus“ im Blickpunkt

Heimatverein Konzen: „Kleines Pfarrhaus“ im Blickpunkt

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Konzen. Im Saal von Achim & Elke fand kürzlich die Mitgliederversammlung des Heimatvereins Konzen statt. Der Vorsitzende Manfred Huppertz begrüßte die fast 80 Anwesenden und gedachte im Anschluss auch der im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder.

Anschließend trug Geschäftsführer Udo Schmitz seinen Jahresbericht vor. Unter anderem berichtete er von der Zahl der Mitglieder, die mittlerweile 246 beträgt. Den Bericht über die Aktivitäten der Kinder- und Jugendgruppe hatte Sabine Jacobs bereits beim letzten Heimatabend vorgetragen.

Das Treffen aller über 90-jährigen Bürgerinnen und Bürger aus Konzen fand im letzten Jahr nun schon zum 18. Male mit 9 Teilnehmern statt. Maria Offermann (genannt Lies sing Mie) hat mit über 102 Jahren nun schon zum 12. Male am Treffen teilgenommen. Auch beim „Kreppche kicke“ war mit 29 Teilnehmern ein neuer Rekord zu vermelden.

Kassierer Heinz Kreitz wurden nach seinem Jahresbericht von den Kassenprüfern Ludwig Huppertz und Otto Offermann eine einwandfreie Kassenführung bestätigt und er wurde von der Versammlung entlastet. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Maria Henn, Benno Palm, Matthias Steffens und Josef Schmitz. Sie erhielten eine Ehrennadel und eine Urkunde.

Der Vorsitzende berichtete zum Schluss noch von den Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft der Heimatvereine des Monschauer Landes. Hier steht eine Dokumentation über die Zwangsarbeit in der NS-Zeit im hiesigen Bereich kurz vor dem Abschluss.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung wurden Bilder der Familie Hardt-Matthes gezeigt. Diese große Familie ist in Konzen und im gesamten Monschauer Land als Zimmerei Huppertz sehr bekannt und prägte das Dorf mit vielen markanten Persönlichkeiten. Deshalb war das Interesse an den alten und jüngeren Bildern sehr groß.

Daran schloss sich dann das Zeitzeugenthema des „kleinen Pfarrhauses“ an. Das kleine Pfarrhaus in unmittelbarer Umgebung der Kirche ist vermutlich in den 1930er Jahren gebaut und im 2. Weltkrieg bis auf die Grundmauern zerstört worden.

Nach dem Krieg ist es dann wieder aufgebaut worden und diente zunächst einer kinderreichen Familie als Unterkunft. Dann wurden Kinder der Volksschule hier unterrichtet, weil die Schule zerstört war und nicht alle Kinder im Konsum untergebracht werden konnten.

Nach Fertigstellung der Schule zog Pfarrer Henn mit seiner Haushälterin dort ein, weil das Pastorat abgebrochen und ein Neubau errichtet wurde. Als Pfarrer Henn in das neue Pastorat eingezogen war, diente das Häuschen als Pfarrbücherei und Proberaum für Kirchenchor und ab 1961 für das Mandolinenorchester. Ab 1973 bis zu Beginn der 80er Jahre wurde es als Kindergarten genutzt. Nach dem Umzug des Kindergartens in den Neubau an der Grundschule wurde das Gebäude renoviert und diente danach als Pfarrbücherei, Probenraum des Kirchenchores und für andere pfarrlichen Aktivitäten. Um den Umbau der Kirche zu finanzieren, wurde das Gebäude vor zwei Jahren veräußert und wird zukünftig vom neuen Besitzer als Ferienhaus vermietet, wobei dieser dankenswerterweise Wert darauf legt, das Haus in seiner äußeren Form zu erhalten.

Als Zeitzeugen zum Thema agierten Heinz Kreitz, als ehemaliger stellv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes und langjähriger 1. Vorsitzender des Kirchenchores, Bruno Call als Verantwortlicher der Pfarrbücherei, Brigitte Alzer als Kindergartenleiterin und Manfred Strang als neuer Eigentümer und Vermieter des Fereinhauses (zusammen mit seiner Frau Manuela).

Moderiert wurde das Thema vom 2. Vorsitzenden des Heimatvereins, Theo Steinröx.

Zum Schluss der Veranstaltung wurde mittels des beliebten Bilderrätsels Dalli-Klick Bilder unter dem Thema „Fachwerkhäuser aus Konzen“ gezeigt.

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