Konzen - Heimatverein Konzen erkundet Kloster Reichenstein

Heimatverein Konzen erkundet Kloster Reichenstein

Von: mhu
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Den Fortgang der Arbeiten am Kloster Reichenstein nahm der Heimatverein Konzen bei seiner Exkursion ins Auge.

Konzen. Die Exkursion des Heimatvereins Konzen führte in diesem Jahr unter dem Motto „So nah und doch unbekannt“ zum Kloster Reichenstein. Dort haben Mönche aus dem Kloster Unserer Lieben Frau von Bellaigue in der Auvergne (Frankreich) 2008 das Gebäude von einem Privatmann erworben.

Der Orden dieser Mönche aus vielen Ländern wurde auf der ursprünglichen Regel des Heiligen Benedikt und dem überlieferten lateinischen Ritus der heiligen Messe gegründet. Es ist ihr Wunsch, auch in Deutschland eine Niederlassung zu gründen. Dank einer zahlenmäßig guten Entwicklung der Kommunität konnten sie die Realisierung fest ins Auge fassen.

Durch großzügige Stiftungen wurde es ermöglicht, die hierfür ideal geeignete 900 Jahre alte Klosteranlage Reichenstein in der Eifel zu erwerben, die in den letzten 200 Jahren nicht mehr als solche genutzt wurde. Trotz dieser glücklichen Anfangsbedingungen ist die Gründung für den Orden eine große Herausforderung, denn dieses historische Gebäude muss an zahlreichen Stellen saniert werden, um an diesem Ort wieder ein klösterliches Leben zu ermöglichen.

Die Bau- und Renovierungspläne sind in Absprache mit den Behörden geplant und ausgearbeitet worden. Norbert Jansen, vom Heimatverein Kalterherberg, hielt den 40 Teilnehmern der Exkursion einen interessanten Vortrag über die geschichtliche Entwicklung dieses Gebäudekomplexes mit den dazu gehörigen Höfen und Ländereien.

Danach führte Hildegard Wittayer vom Verein St. Benedikt e.V. durch die Anlage und berichtete über die großen Anstrengungen, die sowohl in finanzieller Hinsicht, als auch im Hinblick auf Ansprüche des Denkmalschutzes und moderner Bauweise bestehen. Zunächst mussten die Dächer saniert werden und marode Bausubstanz abgestützt werden. Dann wurden ein Wasseranschluss und der Anschluss an das Kanalnetz in Angriff genommen. In den vom Vorbesitzer neu erbauten Kuhstall wurde eine Zentralheizung für Holz installiert, welches auch schon reichlich gelagert worden war.

Der Kirchenraum war schon beim Kauf etwas restauriert worden, und musste jetzt jedoch den liturgischen Anforderungen angepasst werden. Nun war die neue Sakristei im Rohbau fertig. Die Konzener konnten jedoch unschwer erkennen, dass noch viel zu tun ist und das Bautempo im Vergleich mit der Verkleinerung der Konzener Kirche nicht mithalten kann. Die Mönche orientieren sich da lieber an der 600 Jahre dauernden Bauzeit des Kölner Doms.

Wenn dann einmal der Kreuzgang mit den umliegenden Gebäuden fertig ist, sollen ca. 25 Mönche dort einziehen, denn das Mutterkloster in Frankreich soll seine Kapazität schon überschritten haben. Wenn dann das Kloster wieder seinem sakralen Zwecke zugeführt ist, könnten wieder Begehrlichkeiten aus dem Monschauer Bereich zur Besetzung einer Pfarrstelle kommen, denn in der GdG Monschau ist schon eineinhalb Jahre kein eigener Pfarrer mehr. Vor ca. 300 Jahren, als die Pfarrer von Konzen für viele Dörfer zuständig waren, gab es auch häufiger den Rückgriff auf die Mönche von Reichenstein, die dann auch öfters zur Neugründung von Pfarren führten.

Nach dem Besuch des Reichensteiner Klosters führte der Weg nach Eicherscheid in das dort befindliche Bauernmuseum von Anneliese und Josef Arnolds, welches viele Teilnehmer mit der großen Vielfalt und Anmut bewunderten. Hier kamen Erinnerungen an alte Zeiten hoch, als das Leben auf dem Lande noch mühsamer und einfacher war. Der selbst gemachte Els und Aufgesetzte rundete dann die diesjährige Exkursion des Heimatvereins Konzen unter dem Motto „So nah und doch unbekannt“ ab.

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