Konzen/Ostbelgien - Heimatverein Konzen auf Exkursion zur Burg Reinhardstein

Heimatverein Konzen auf Exkursion zur Burg Reinhardstein

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Besuchten die Burg Reinhardstein (Foto) und Limbourg in Belgien: die Ausflügler des Heimatvereins Konzen. Foto: Manfred Huppertz

Konzen/Ostbelgien. Die diesjährige Exkursion des Heimatvereins Konzen, organisiert vom neuen Geschäftsführer Holger Krings, führte zur Burg Reinhardstein. Gar nicht so weit von Ovifat in Ostbelgien, nahe der Gileppetalsperre, liegt diese Burg in einem Tal und war für Gehbehinderte nur mit Mühen über eine steile Schottergasse zu erreichen.

Dort angekommen bot sich aber bei herrlichem Wetter ein imposanter Blick auf ein Stück Heimatgeschichte. Im Jahr 1354 erteilte Herzog Wenzel von Luxemburg dem Reinhard von Weismes die Erlaubnis, an dieser Stelle eine Burg zu errichten. Da die Familie aber keine Nachfolger hatte, ging die Burg nacheinander in den Besitz von verschiedenen Herren über.

Schließlich heiratete 1550 eine Tochter des Burgherren, Anne von Nassau, den Wilhelm von Metternich und damit blieb die Burg bis zur französischen Revolution im Besitz dieser Familie aus dem Rheinland. 1812 verkaufte Graf Metternich, der Vater des Präsidenten des Wiener Kongresses, die Burg, die dann, verlassen und unbewohnt, im Laufe der Zeit verfiel.

1965 entdeckte ein Professor Jean Overloop die Burgruinen fast zufällig, und seinen eigenen Worten zufolge, war es wie „Liebe auf den ersten Blick“. Innerhalb von 18 Monaten gelang ihm mit der Unterstützung einiger begeisterter Mitstreiter und dem Fachwissen regionaler Handwerker der Wiederaufbau Reinhardsteins.

Heutzutage ist die Burg mit Leben erfüllt. Dazu gehört ein jährliches stattfindendes mittelalterliches Fest, sowie Konzerte, Ausstellungen, Verkostungen und Nachtwanderungen statt.

Die 50 Teilnehmer des Heimatvereins wurden in zwei Gruppen durch kostümierte und fachkundige Damen charmant durch die Burg geführt. Die Konzener fühlte sich ins Mittelalter versetzt, als sie voll die ausgestatteten Räumlichkeiten durchschritten.

Besuch der alten Hauptstadt

Nach dem beschwerlichen Anstieg zum Busparkplatz ging es in Richtung Limbourg, einem kleinen Ort von 250 Einwohnern, der ab 1020 bis zur Schlacht von Worringen 1288 Sitz der Herren des Konzener Landes war, also quasi die damalige Hauptstadt des Konzener oder Monschauer Landes.

Auch dort führte eine junge Dame die Konzener durch den Ort und erklärte an Hand eines Modells im Bürgermeisterhaus die verschiedenen Epochen dieses Herrensitzes. Der Ortskern von Limbourg hat seine alte Bausubstanz bis heute fast ganz bewahren können, was für manch einen Teilnehmer mit dem mittelalterlichen Pflaster nicht ohne Probleme war.

Der Abschluss der Exkursion fand dann in Eupen, im Waldrestaurant Schönefeld, mit einem leckeren gemeinsamen Abendessen statt. Dabei konnten die Konzener auf der Fahrt durch Ostbelgien die Fußballbegeisterung der Einwohner mit vielerlei Fahnen und Symbolen nicht übersehen, weil Belgien das Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft in Russland erreicht hatte.

 

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