Heimatfreunde empfangen auch Besucher aus Nachbargemeinden

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Heimatgeschichte hat im Monschauer Land einen hohen Stellenwert – alle Teilnehmer sind untereinander vernetzt. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Nordeifel. Im Lammersdorfer Hof fand am Montag das Frühjahrstreffen der „Heimat-AG“ statt. Die Arbeitsgemeinschaft der Heimat- und Geschichtsvereine sowie sachkundiger Privatpersonen im Monschauer Land folgte der Einladung von Organisator Jürgen Siebertz. Die AG beschäftigt sich mit Geschichtsforschung.

Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Begrüßung neuer Heimatgeschichtsfreunde, Änderungen auf der Internetseite und ein Vortrag über die Ordensburg Vogelsang durch Rainer Hülsheger aus Rott. Der Vorsitzende des Geschichtsvereins Roetgen, Dieter Fischer, präsentierte seine Arbeit und es gab einen Vortrag des Roetgeners Rolf Wilden mit dem Thema „Bilder sammeln für die Ewigkeit?“

Siebertz zeigte sich mit der Arbeit und der Entwicklung der Arbeitsgemeinschaft sehr zufrieden: Allein die Tatsache, dass nun schon zum vierten Male Repräsentanten in steigender Zahl aus den Dörfern des Monschauer Landes an den Treffen teilnähmen, zeige, dass man den richtigen Nerv getroffen habe. „Die Motivation ist – entgegen anfänglichen Unkenrufen aus dem Umfeld – nach wie vor sehr hoch.“

Besuch aus Roetgen

Als zweiten Tagesordnungspunkt stellte der Heimatkenner Rainer Hülsheger die Historie der Ordensburg Vogelsang vor. Die Burg, die als als Schulungsstätte für den Nachwuchs des NSDAP-Führungskaders geplant wurde, wurde ihren zugedachten Aufgaben dauerhaft nicht gerecht. Sie sollte ein exemplarisches Projekt der Hitler-Regierung werden.

Dieter Fischer, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Roetgen (HeuGeVe-Roetgen), berichtete über die Arbeit des Vereins, der erst vor einigen Jahren seine Tätigkeit aufgenommen hat. Besonders die regelmäßige Herausgabe der „Roetgener Blätter“ an die Vereinsmitglieder und andere Abnehmer fand interessierte Zuhörer. Das Roetgener Modell biete, laut Jürgen Siebertz, viele Ansatzpunkte. „Es gibt Ansporn, Ähnliches für unseren Verein zu übernehmen“, sagte Siebertz.

Nach einer kurzen Pause, die dem Erfahrungsaustausch untereinander diente, brachte Rolf Wilden, ebenfalls vom HeuGeVe-Roetgen, die Teilnehmer der „Heimat-AG“ mit seinem Vortrag zum Nachdenken: Wie lange sind gespeicherte Daten haltbar?

Mit einem gewissen Schrecken mussten die Heimatfreunde feststellen, dass sich wohl niemand von ihnen so richtig mit diesem Problem befasst hatte. In der Tat beträgt die Haltbarkeit gespeicherter Daten auf CDs, im PC oder in externen Speichern oft nur wenige Jahre.

„Die beste Lagerfähigkeit wäre im Kühlschrank gegeben“, so Rolf Wilden. Am längsten seien Daten haltbar, wenn sie auf Papier gedruckt seien. Der Informationsbedarf seitens der Anwesenden zu diesem Punkt war so groß, dass Rolf Wilden Mühe hatte, die vielen Fragen in der gebotenen Kürze zu beantworten.

Er versprach, das Thema noch einmal für alle Teilnehmer schriftlich zu formulieren. Abschließend schlug Siebertz für das nächste Herbsttreffen die Ortschaft Eicherscheid vor. Dort soll vor der Tagung eine Besichtigung des Eicherscheider Bauernmuseums stattfinden.

Die ansässigen Geschichtsfreunde wollen das Treffen entsprechend ausrichten. Letztlich lud Siebertz noch zu einer Bunkerführung ein, die am 26. April durch Engelbert Donnay durchgeführt werden soll.

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