Heimat- und Geschichtsverein: Verändert sich Roetgens Bild negativ?

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Roetgen. Ein wichtiges Anliegen des Heimat- und Geschichtsvereins Roetgen ist die Ortsgestaltung in ihrer Heimat Roetgen. Seit einigen Jahren hat man aber in den Reihen des Vereins den Eindruck, dass sich das Ortsbild von Roetgen unvorteilhaft verändert.

 „Ortsbildprägende Bauten verschwinden für immer und ortsbildtypische Gebäude sind an vielen Stellen bedroht“, heißt es in einer Mitteilung des Vereinsvorstandes.

Vor allem der „skandalträchtige Abriss „des sogenannten „Schmiddemhauses“ im Jahre 2014 habe das Fass zum Überlaufen gebracht. Auch wegen der Aktivitäten des Heimat- und Geschichtsvereins zu diesem Thema beschloss der Gemeinderat eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Städtebau der RWTH Aachen.

Ziel ist die Erarbeitung eines Gestaltungsgutachtens, das Richtlinien definieren soll für alle baulichen Tätigkeiten in der Gemeinde Roetgen, damit Altes und Neues zu einem verträglichen Miteinander kommen können. „Je mehr Leute sich um diese Dinge kümmern, umso wahrscheinlicher ist die Entwicklung eines identitätsstiftenden Ortsbildes oder die Verhinderung einer charakterlosen Vorstadt von Aachen“, heißt es weiter.

Ob diese Bemühungen der Bürger auch tatsächlich Eingang in Satzungen, zum Beispiel eine Erhaltungssatzung finden wird, ist aber noch offen. Nachdem der Verein vor einiger Zeit schon die Fragebogen des Instituts für Städtebau verteilt und weitergeleitet hat, informiert das RWTH-Institut nun über die „Bürgerwerkstatt Roetgen“ am Freitag, 15. Januar, um 19 Uhr im Bürgersaal der Gemeinde Roetgen in der Rosentalstraße. Zur Bürgerwerkstatt im Rahmen der Erstellung eines Gestaltgutachtens für die Gemeinde Roetgen sind alle Bürger Roetgens eingeladen. Die Gemeinde Roetgen verfolgt das Ziel, die künftige städtebauliche Entwicklung stärker an ortstypischen Siedlungsstrukturen und Bauweisen zu orientieren und das baukulturelle Erbe nachhaltig zu sichern.

Als ein Baustein in diesem Prozess ist das Institut für Städtebau und Landesplanung der RWTH Aachen University beauftragt, ortsbildprägende Gestaltparameter für die Ortsteile Roetgen, Rott und Mulartshütte aufzuzeigen und zu bewerten. Alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde sind herzlich eingeladen an einem offenen Dialog über Potenziale der Ortsbildentwicklung mitzuwirken. Ihre Teilnahme und Ihr Engagement sind ein wichtiger Beitrag zur Sicherung ortsbildtypischer und identitätsstiftender Siedlungsstrukturen und Bauweisen. Die Ergebnisse dieser Veranstaltung werden in das beauftragte Gestaltgutachten und den weiteren Prozess einbezogen.

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