Heimat- und Geschichtsverein: „Alte Häuser gehören zum Dorf“

Von: Günther Sander
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Mit diesem Team geht der HeuGeVe Roetgen die nächsten Jahre an. Sitzend (von rechts) der geschäftführende Vorstand mit Rolf Wilden, Dieter Fischer und Franz Schroeder. Foto: Günther Sander

Roetgen. Der Heimat- und Geschichtsverein (HeuGeVe) Roetgen bleibt im Aufwind: Steigende Mitgliederzahlen, neue Aktivitäten und die Herausgabe weiterer heimatkundlicher Literatur sorgen für eine positive Bilanz, die bei der Generalversammlung im Gasthof „Eifel-Grill-Haus“ den Mitgliedern vorgelegt wurde.

Der erste Vorsitzende Dieter Fischer ging in seinem Jahresbericht noch einmal kurz auf die Anfänge des Vereins ins Jahr 2005 zurück. Bei der ersten Zusammenkunft seien einige politisch Aktive zugegen gewesen. „Unsere Arbeit hat mittlerweile auch einen politischen Aspekt, da wir uns dagegen wehren, dass alte Häuser, die nun mal zur Geschichte unseres Dorfes gehören, abgerissen werden, ohne darüber nachzudenken, wie man diese erhalten oder sogar integrieren könnte“, sagte Fischer entschieden. Wichtig sei es auch darauf hinzuweisen, dass Neubauten erstellt würden, die an diese Plätzen „gar nicht hingehören.“

Erfreulich wertete Dieter Fischer die Entwicklung bei der Herausgabe mehrerer Bücher, Roetgener Blätter und eines Kalenders. „Die Zusammenarbeit zwischen unserem Verein und der Verwaltung der Gemeinde muss auf neue, starke Füße gestellt werden“, forderte der Vorsitzende. Man fordere aber nicht nur, sondern gebe auch etwas zurück. Dabei denkt Fischer an das Gemeindearchiv, in dem noch einiges schlummere, was für den HeuGeVe von großer Wichtigkeit wäre. Gedacht sei auch daran, eine Liste alter Häuser zu erstellen, die für einen möglichen Investor interessant sein könnten. „Wir möchten aber nicht als Makler auftreten, sondern als Heimatkundler Hilfestellung geben“, betonte Fischer.

Auch Kulturgüter dürften keinen Schaden nehmen oder gar verschwinden. „Wir sollten auch ein Augenmerk auf diese Problematik richten und zeigen, dass Roetgen unsere Heimat ist und das ausführen, wofür Synode oder das Bistum Aachen kein Geld mehr haben“, schloss Dieter Fischer.

Heimatautoren gesucht

Zahlreiche Aktivitäten und Planungen für die Zukunft hatte Geschäftsführer Rolf Wilden in seinem Bericht aufgelistet. Besonders positiv wertete er den steigenden Mitgliedertrend. Inzwischen gehören 120 Mitglieder dem HeuGeVe an. Man sei permanent auf der Suche nach alten Fotos, auch sammele man Nachlässe. Dringend benötigt werde auch ein Archivraum“, so Wilden. Ein entsprechendes Konzept sei bereits ausgearbeitet, aber noch nicht spruchreif. Man suche noch Leute, die Geschichten aufschreiben können wie auch Autoren mit Ideen zu Heimatkunde und Geschichte.

Auch neue Bücher seien in Planung; so eine Zusammenfassung der „Roetgener Blätter“ seit 2012 sowie ein Bildband zum Thema „Roetgen früher und heute.“ Letzterer werde, so Wilden, im Frühjahr 2016 vorliegen.

Aber auch um Denkmäler und Relikte wolle der Verein sich kümmern (Offermannkreuz, Steinbruch an der Oberweser). „Wir haben beschlossen, 2016 zu versuchen, das Heiligenhäuschen in Ordnung zu bringen“.

Der Kassenbericht, von Rolf Wilden vorgetragen, machte einen positiven Trend aus. Die Kassenprüfer Egon Krott und Roland Neuner bescheinigten eine einwandfrei Führung.

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