„Heimat-AG“ hat die Weichen für das kommende Jahr gestellt

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Nordeifel. Obwohl Samstagsabends bei vielen Menschen das Fernsehprogramm im Mittelpunkt steht, konnten auch die verlockensten Unterhaltungsprogramme die Heimatkundler aus 20 Dörfern des Monschauer Landes nicht davon abhalten, zu ihrer Herbsttagung am 26. Oktober im Lammersdorfer Hof (fast) vollzählig zu erscheinen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Leiter der Arbeitsgemeinschaft, H. Jürgen Siebertz, und einer Ansprache des 1. Stellvertretenden Bürgermeisters der Gemeinde Simmerath, Bernd Goffart, zeigte Siebertz die Aktivitäten der „Heimat-AG“ in 2013 auf. So stellte Manfred Huppertz (Konzen) im Januar 2013 Beispiele für die „Aufgaben von Heimatvereinen in heutiger Zeit“ mittels einer Power-Point-Demonstration vor. Es wurde deutlich, dass die Erforschung der Heimatgeschichte und deren Dokumentation sowie die Erhaltung tradierter Kulturgüter durchaus zukunftsrelevant sind und nichts mit „Heimattümelei“ und „festhalten an alten Zöpfen“ zu tun haben.

Engelbert Donnay (Schmidt) erläuterte zum gleichen Datum den Sinn und Zweck der Zusammenarbeit von Heimat- und Geschichtsvereinen. Donnay: „Ein regelmäßiger Informationsaustausch auf freiwilliger Basis kann allen, die sich mit der Heimatgeschichte befassen, nur dienlich sein.“ Kurt Förster (Eicherscheid) führte die Heimatkundler im im März 2013 durch das Druckereimuseum Weiss in Imgenbroich. In seiner ruhigen und sachlichen Art gab er als Kenner der Materie Einblicke in das Druckereiwesen. Eine Führung im August 2013 von Dr. Bernd Jansen (Höfen) durch das Webereimuseum Höfen machte den Teilnehmern deutlich, wie aufwendig und vielfältig die Arbeiten in einem Weberei-Lohnunternehmen waren. In den Sommermonaten hatte sich der Heimat- und Geschichtsverein Roetgen mit der Erneuerung des „Offermann-Kreuzes“ bei Fringshaus befasst. Jürgen Siebertz wies darauf hin, dass mehrere Heimatvereine einen erheblichen finanziellen Beitrag leisteten, was letztlich auch die Erstellung des neuen Offermann-Kreuzes ermöglichte.

Im Mittelpunkt der Herbsttagung 2013 der „Heimat-AG“ in der vergangenen Woche standen nun zwei weitere Vorträge. Rainer Hülsheger aus Rott lud zu einem Wort-Bild-Vortrag über die Ordensburg Vogelsang ein. In seinem Bericht hob er besonders den Aspekt hervor, dass es sich bei der Ordensburg Vogelsang um eine Schulungsstätte für den Nachwuchs des NSDAP-Führungskaders handelte, in der die rassistische Philosophie der Nationalsozialisten gelehrt und verbreitet wurde. Wegen der Komplexität des Themas wurde eine Fortführung des Vortrags zu einem späteren Zeitpunkt vereinbart. Manfred Huppertz, Vorsitzender des Heimatvereins Konzen, stellte auf Bitte von J. Siebertz die Tätigkeit des Heimatvereins Konzen (Computer-Präsentation) vor. Hier wurde deutlich, dass der Heimatverein Konzen in vielen Bereichen engagiert ist, sei es in der Jugendarbeit oder der Brauchtumspflege, der Namensforschung oder Herausgabe chronistischer Dokumentationen. Die Teilnehmer einigten sich darauf, auch im kommenden Jahr wieder je eine Frühjahrs- und Herbsttagung durchzuführen. Außerdem ist die „Heimat-AG“ bestrebt, weiterhin Privatpersonen für die Themenbereiche „Heimat- und Heimatgeschichte“ zu gewinnen. Wer mehr über die Arbeit der „Heimat-AG“ in Erfahrung bringen möchte, wird auf die Internetseite www.monschauer-land.net oder Telefon 02473/7917 verwiesen.

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