Heckenlandschüler erforschen an zwei Tagen den „Weg des Wassers“

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Der Händewaschwasserverbrauchstest: Ein Kind verbrauchte 1,5 Liter Wasser, ein anderes nur 150 Milliliter. Foto: S. Hammerschmidt

Höfen. „Das Händewaschen hat mir am meisten Spaß gemacht“, meint Anna Luisa. Das ist zunächst ein ungewöhnliches Feedback nach dem Unterricht einer Drittklässlerin. Anna Luisa hat, wie alle Schüler der Heckenlandschule, am an zwei Tagen den „Weg des Wassers“ mit vielen anschaulichen Erklärungen und Experimenten erfahren.

Die Überraschung für die Kinder war gelungen, als auf einmal das sonnengelbe Exploregio-Mobil auf dem Schulhof stand. Jede Klasse durfte sich nun für zwei Stunden mit dem Weg des Wassers beschäftigen. Das Mobil war mit Versuchs-Materialien für die Kinder bestückt. Biologin Ingrid Rosenstein vom Naturzentrum Haus Ternell hat die Unterrichtsreihe entwickelt und die Versuchskästen zusammengestellt. Ihre Kollegin Angela Ertz und der Waldpädagoge und Naturführer Georg Decker unterstützten sie und sorgten für ein abwechslungsreiches Programm.

Im Wasserkraftwerk wird das Flusswasser zunächst gereinigt. Mit Stein-, Sand- und Papierfiltern stellten die Kinder aus verunreinigtem Wasser eine relativ klare Flüssigkeit her. Anschließend konnten die Kinder das Chlor riechen, das die letzten Bakterien abtöten soll, bevor beispielsweise das Wasser des Perlenbachs als Trinkwasser genutzt werden kann.

Mit anschaulichen Bildern aus der Region wurde zunächst der Kreislauf des Wassers erarbeitet. Dann konnten alle Kinder in Partnergruppen ausprobieren, wie das Trinkwasser vom Wasserturm in die Haushalte fließt. Erstaunt waren viele darüber, bei wie vielen Gelegenheiten man im Alltag Wasser benötigt. In Deutschland sind das ungefähr zwölf Putzeimer pro Person und Tag, während man in Afrika mit zwei Eimern auskommen muss. Wie viel Wasser die zehn Liter eines Eimers nun wirklich sind, konnten die Kinder staunend erleben, als Georg den Eimer langsam ausschüttete.

Aber es ist auch leicht möglich, kostbares Wasser einzusparen. Das probierten die Kinder aus, indem sie sich in Partnergruppen die Hände wuschen. Ein Kind mit Gießkanne spielte den Wasserhahn, während das andere die Hände wusch, einseifte, abspülte und trocknete. Dann gab es das Kommando zum Stoppen des Wasserflusses. Das verbrauchte Wasser wurde in Messbechern gemessen. In vertauschten Rollen wurde das Wasser immer abgestellt, wenn es nicht gebraucht wurde. Verbrauchte das erste Kind im Durchschnitt 1,5 Liter beim Waschen der Hände, so waren es bei dem sparsamen Kind nur 150 Milliliter. Das hat die Kinder sehr beeindruckt.

Das Exploregio-Mobil gehört zum Netzwerk außerschulischer Lernorte. Für die Heckenlandschule war die Buchung kostenlos. Da sie zu den Aachener-Modell-Schulen zur Begabungsförderung gehört, sponserte die Bürgerstiftung der Sparkasse die Aktion.

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