Hausmann und „Ladykracher” waren die Hits

Von: P. St.
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„Bella Italia” in Simmerath: Dem Motto des Rollesbroicher Dreigestirns „Bei Pizza, Vino und Gesang fiere mer Fastelovend extra lang” entsprechend angepasst, gab sich der Hofstaat der KG Klev Botze bei der Prunksitzung betont südländisch. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Als versierter Gastgeber und professioneller Veranstalter erwies sich am Samstagabend die Rollesbroicher Karnevalsgesellschaft Klev Botze 2001, die in die aufwändig zur Festhalle umgestalteten Dreifachhalle des Berufskollegs Simmerath zu ihrer Prunksitzung eingeladen hatte.

Rund 480 Gäste durften sich auf ein fünfstündiges Programm freuen, das allerdings auch einiges an Kondition abverlangte und eine große Bandbreite von lokalen bis rheinischen Spitzenkräften des Karnevals aufbot.

In freudiger Erwartung empfingen das Publikum und zahlreiche Vertreter befreundeter Gesellschaften die Rosen werfende KG, im Mittelpunkt natürlich das Dreigestirn mit Prinz Egon I., Bauer Andy und Jungfrau Uwelia, begleitet von allem, was Rollesbroich an musikalischer Kompetenz zu bieten hat, dem Musikverein Harmonie und dem Trommler und Pfeiferkorps.

Auf der Bühne bot sich dann ein buntes „Bella Italia” in Simmerath, denn dem Motto des Dreigestirns „Bei Pizza, Vino und Gesang fiere mer Fastelovend extra lang” entsprechend angepasst, gab sich der Hofstaat betont südländisch.

Tanzmariechen Anna-Lena, wie alle Auftretenden zielsicher von Zeremonienmeister Dieter Lentzen auf die Bühne geführt, machte dann das Parkett frei für die Band „Volljaas” aus Schmidt/Mütze-nich, für die wegen einiger technischer Auszeiten zunächst aber einmal Standgas angesagt war, ehe die Kapelle dann im typischen Kölschrock-Cover-Stimmungsstil das Publikum aufwärmte.

Eine pfiffige Choreografie nach Michael Jackson-Art bot die Showtanzgruppe der Klev Botze, ehe dann mit Bauchredner Peter Kerscher und seiner Kuh „Dolly” eine bekannte Bühnengröße des Karnevals Sprach- und manchmal etwas abgestandene Witzakrobatik bot. Seine Zugabe unter freundlicher Mitwirkung von Prinz Egon allerdings war höchst originell und begeisterte das Publikum.

Auch Mariechen Steffi unterstrich die hohe tänzerische Qualität in der KG, die dann die Bühne für Jürgen B. Hausmann freimachte. Nach seinem sprachlichen Feuerwerk wollte das Publikum den Senkrechtstarter aus Alsdorf nicht mehr aus der Halle lassen.

Diesem ersten Höhepunkt ließ Mariechen Birgit als Dritte im Bunde der Vortänzerinnen eine perfekte Tanzdarbietung folgen, ehe sich dann die Halle zusehends mit mittelalterlich aussehenden Menschen füllte. Mit 150 Mann, inklusive Musikzug, hielt das Reiterkorps Jan van Werth 1926 Einzug. Das Kölner Traditionskorps war mit drei Bussen in die Eifel gekommen, wobei sich der Kommandant allerdings eher in „Tief-Sibirien” wähnte.

Auf der Bühne war kein Quadratzentimeter Platz mehr, als das Korps hier in dicht gedrängten Reihen Stellung bezog und ein spektakuläres Bild bot.

Dem souverän durch das Programm führenden Klev Botze-Präsidenten Marc Topp konnte man nur zustimmen, als dieser die Tanzgruppe „Ladykracher” aus Eicherscheid dann als „absolute Spitze” bezeichnete. Die hohe Bühnenpräsenz der Truppe und die perfekt einstudierte Choreografie im Einklang mit gekonnt ausgewählter musikalischer Untermalung und fescher Kostümierung macht das knapp 20-köpfige Ensemble zu einer echten Attraktion und zu einem weiteren Höhepunkt der Sitzung.

Durchaus ihre Attraktivität zur Geltung bringen konnte auch das Männerballett „Hanghöhner” aus Vossenack, die als flexible Standjungs locker ihre Nummer abspulten.

Dem gemeinsamen Auftritt der drei Rollesbroicher Tanzmariechen folgte dann zum Ausklang mit dem Auftritt von Marita Köllner, im rheinischen Karneval besser bekannt als „et fussisch Julche” ein fulminanter Schlussakkord. „Ich will mit Euch die Hütte abreißen und die Köln-Arena toppen”, aktivierte die Powerfrau das Publikum noch einmal zu später Stunde. Die Spontan-Stimmungssängerin schnappte sich Prinz Andys Narrenkappe, Jungfrau Uwelias blonde Zöpfe und mischte schunkelnd mit Sitzungsleiter Marc Topp im Arm die gesamte Bühne auf. So entstand zugleich ein gelungenes Schlussbild für eine rundum gelungene Veranstaltung, die der KG Klev Botze gehörig Schwung für den Rest des Session geben dürfte.
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